Marinomed will nächstes Jahr die Gewinnzone erreichen
Korneuburger Biotech-Firma steigerte Umsatz im 1. Halbjahr um
7 Prozent auf 5,2 Mio. Euro, Betriebsverlust auf 2,9 Mio. Euro
ausgeweitet
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Ausführliche Fassung nach Gespräch mit CEO Grassauer.
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Das börsennotierte Korneuburger Pharmaunternehmen
Marinomed hat im 1. Halbjahr seinen Umsatz um 7 Prozent auf 5,2 Mio.
Euro gesteigert, der Betriebsverlust (EBIT) stieg jedoch von -2,5
Mio auf -2,9 Mio. Euro, was mit höheren Aufwendungen für Forschung
und Entwicklung sowie gestiegenen Personalkosten begründet wird.
"Der Plan ist, nächstes Jahr die Gewinnzone zu erreichen", sagte CEO
Andreas Grassauer am Donnerstag zur APA.
Für die zweite Jahreshälfte wird zunächst noch eine schwächere
Entwicklung erwartet, auf einen möglichen Aufschwung wird zu
Jahresbeginn 2024 gehofft.
Der bisher höchste Umsatz stamme hauptsächlich aus dem
Carragelose-Geschäft, so Grassauer, "das nach Corona mit Husten,
Schnupfen und Heiserkeit wieder auf dem normalen Weg zurück ist".
Carragelose wird als Virusblocker gegen Covid-19, Grippe und
Erkältungskrankheiten vermarktet. Carragelose basiere auf einer
Substanz, die gegen alle respiratorischen Viren blockierende
Eigenschaften habe. "Die Nasensprays, Rachensprays und
Hustenpastillen werden mit 15 Partnern in über 40 Ländern
vermarktet, damit verdienen wir einen Großteil unseres Geldes." Für
das nächste Jahr seien Markteinführungen von Augentropfen und
Allergieprodukten auf Basis von Carragelose geplant. Durch die
Markteinführung in Mexiko könne man außerdem nun einen Markt von
weiteren 120 Millionen Menschen erschließen.
Die zweite Plattform von Marinomed ist Marinosolv, die es
erlaubt, ansonsten unlösliche Wirkstoffe aufzulösen. "Unsere oberste
Priorität ist die Kommerzialisierung unserer Assets Tacrosolv und
Budesolv", sagte Grassauer. Für beide Projekte wolle man bis Ende
des Jahres einen Lizenzvertrag abschließen.
Marinomed wurde 2006 als Spin-off der Veterinärmedizinischen Uni
Wien gegründet und wird seit 2019 im Prime Market der Wiener Börse
gehandelt. Das Unternehmen beschäftigt heute 50 Leute. "Wir sind ein
Forschungs- und Entwicklungsunternehmen", betonte Grassauer. "Wenn
eine kleine Firma wie wir eine Lizenzierung vornimmt, müssen wir
nicht vermarkten oder produzieren, sondern nur Lizenzgebühren
kassieren." Daraus ergebe sich für Anleger ein großer Hebel.
ivn/sag/cgh
ISIN ATMARINOMED6
WEB http://www.marinomed.com
ISIN IT0004781412
WEB http://www.bankaustria.at
https://www.unicreditgroup.eu