ams Osram mit weniger Umsatz und Gewinn
Umsatz fiel um 6 Prozent - Betriebsergebnis brach um 31
Prozent ein
Der österreichische Technologiekonzern
ams Osram hat im 3. Quartal weniger umgesetzt und verdient als im
Vorjahresquartal. Der Anbieter von optischen Lösungen hat daher auch
seine Investitionspläne und seine Mittelfristpläne angepasst. Bei
den geplanten Veräußerungen sei man im Plan, geht aus einer
Pflichtmitteilung des Konzerns hervor.Mit 1,2 Mrd. Euro setzte ams Osram im 3. Quartal um 6 Prozent
weniger um als im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Betriebsergebnis
(EBIT) brach um 31 Prozent ein. Die bereinigte EBIT-Marge fiel von
10,3 Prozent auf 7,5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern
stieg hingegen von 10 Mio. auf 47 Mio. Euro. Wobei diese bereinigten
Zahlen um die Aufwendungen für die Osram-Übernahme,
Transaktionskosten, eine aktienbasierte Vergütung, Ergebnisse aus
Beteiligungen und aus dem Verkauf eines Geschäftes bereinigt sind.
Dafür konnte ams Osram die Nettoverschuldung auf 1,595 Mrd. Euro
drücken. Im Vorjahreszeitraum lag sie noch bei 1,858 Mrd. Euro.
Der Konzern verweist auf eine "weiter anspruchsvolle
Marktsituation in mehreren Endmärkten". Bei den Geschäftsbereichen
Automotive, Industrial und Medical spricht ams Osram von "soliden
Ergebnissen im Geschäftsquartal", während sich das Consumer-Geschäft
einen positiven Beitrag geliefert habe.
Der in der Schweiz börsenotierte Konzern verweist auf eine
substanzielle Vorauszahlungsvereinbarung für künftige Lieferungen.
Darüber hinaus verweist ams-Osram-CEO Alexander Everke auf die
erzielten Synergien durch die Osram-Übernahme. Demnach habe der
Konzern bereits 70 Prozent oder 245 Mio. Euro der geplanten
Synergien und Einsparungen erreicht.
Bei den geplanten Veräußerungen stehen laut Everke noch zwei
Verkäufe aus. Einer davon könne noch im vierten Quartal
abgeschlossen werden, erwartet Everke. Insgesamt sollen die Verkäufe
rund 550 Mio. Euro bringen.
Angesichts des schwierigen Umfelds sind bei ams Osram
Kosteneinsparungen im Rahmen von 100 Mio. Euro geplant. Außerdem
wurden die Investitionspläne für heuer überarbeitet. So sollen nur
mehr 600 Mio. Euro investiert werden.
Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Aussichten sowie der
Inflationsdruck führt dazu, dass Everke die Mittelfristziele
herabgesetzt hat. Daher peilt der Konzern für das Gesamtjahr 2024
einen Umsatz von 4,7 Mrd. Euro (statt 4,9 Mrd. Euro) und eine
bereinigte EBIT-Marge von 13 Prozent (statt 15 Prozent) an.
fel/ivn
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