Ukraine - Botschafter fordert RBI zum Ausstieg aus Russland auf
Angekündigte Prüfung aller Optionen ist Khymynets "zu wenig"
Der ukrainische Botschafter in
Österreich, Vasyl Khymynets, fordert die Raiffeisen Bank
International (RBI) zum Ausstieg aus dem Russland-Geschäft auf. Die
EU habe zwar Sanktionen in noch nie da gewesener Härte verhängt,
aber das reiche nicht, sagte er im Ö1-"Morgenjournal". Die RBI hatte
in den vergangenen Wochen mehrfach kundgetan, am russischen Markt
bleiben zu wollen - aber am Donnerstag angekündigt, nun doch alle
möglichen Optionen bis hin zum Ausstieg zu prüfen.Diese Ankündigung ist für Khymynets "zu wenig": "Als Botschafter
habe ich mich gewandt an die Bank, indem ich gebeten habe, den
russischen Markt zu verlassen. Denn mit jedem Tag, an dem sich Putin
durch solche Tätigkeit unterstützt fühlt - mit jedem Tag werden mehr
und mehr Kinder und Frauen getötet und Infrastrukturprojekte in der
Ukraine zerstört", sagte er.
RBI-Chef Johann Strobl hatte am Donnerstag per Aussendung
erklärt, dass man alle Optionen "bis hin zu einem sorgfältig
gesteuerten Ausstieg aus der Raiffeisenbank in Russland" prüfe. Die
"noch nie da gewesene Situation veranlasst die RBI, ihre Position in
Russland zu überdenken", erklärte er. Anfang März hatte die Bank
noch verkündet, dass sie "keine Pläne hat Russland zu verlassen".
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