Neues CD-Labor für innovative Stahlerzeugung in Leoben eröffnet
Forscher der Montanuni Leoben gehen im Labor für
Einschlussmetallurgie den nichtmetallischen Verunreinigungen
auf die Spur - voestalpine als Unternehmenspartner
ACHTUNG - SPERRFRIST: DIESE MELDUNG DARF NICHT VOR DER OBEN
ANGEFÜHRTEN SPERRFRIST VERÖFFENTLICHT WERDEN! EINE VORZEITIGE
VERÖFFENTLICHUNG KANN ZU (MEDIEN)RECHTLICHEN PROBLEMEN FÜHREN UND
DIE FRÜHZEITIGE BERICHTERSTATTUNG DER APA ÜBER GESPERRTE INHALTE
ZUKÜNFTIG EMPFINDLICH EINSCHRÄNKENLeoben/Linz (APA) - Die Optimierung von Stahlqualität ist Ziel
eines neuen Christian Doppler Labors, das am Mittwoch an der
Montanuniversität Leoben eröffnet wurde. Die Forscherinnen und
Forscher haben speziell sogenannte nichtmetallische Einschlüsse
(NME) im Visier, die sich in der Regel negativ auf die
Materialeigenschaften auswirken. Geleitet wird das neue Labor von
Susanne Michelic vom Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie der
obersteirischen Montanuni.
Der Reinheitsgrad von Stahl hat entscheidenden Einfluss auf die
späteren Werkstoffeigenschaften. Nichtmetallische Einschlüsse, die
als Folge chemischer Reaktionen, physikalischer Effekte und
Verunreinigungen während des Schmelz- und Gießprozesses auftreten,
können jedoch einen erheblichen Einfluss auf die mechanischen
Eigenschaften des Stahls haben und dessen Leistung sowie Lebensdauer
beeinträchtigen.
Unter bestimmten Bedingungen können solche Einschlüsse aber auch
als Keimstellen für definierte Mikrostrukturen wirken und somit
gezielt die Materialeigenschaften auch positiv beeinflussen. "Die
übergeordnete Idee dieses CD-Labors besteht darin, den Bogen von der
Entstehung der Einschlüsse, über deren Wechselwirkung und Reaktionen
in unterschiedlichen Prozessstufen bis hin zur konkreten Auswirkung
auf die Produkteigenschaften zu spannen", erklärte Susanne Michelic
die Zielrichtung des neu eingerichteten Leobener Labors. Neben der
Herstellung von Stählen für die Automobilbranche will man vor allem
auch die Pulvermetallurgie zur Herstellung hochlegierter
Werkzeugstähle beleuchten.
Einen Schwerpunkt werde die Weiterentwicklung von Methoden der
Analyse der Einschlüsse mithilfe von maschinellem Lernen sein. "Ein
neuer Ansatz für die Einschlussverfolgung über den
Herstellungsprozess soll durch den Einsatz von natürlichen Isotopen
bzw. speziell angeregten stabilen Isotopen erprobt werden",
skizzierte Michelic ihre Vorhaben weiter. Sie wird im Leobener
CD-Labor gemeinsam mit einem Post-Doc, zwei Doktorandinnen und
Doktoranden und drei Masterstudierenden forschen.
Partner im neuen CD-Labor sind drei österreichische Unternehmen
des voestalpine Konzerns: voestalpine Stahl, voestalpine Stahl
Donawitz sowie voestalpine Böhler Edelstahl. Eine wissenschaftliche
Kooperation besteht mit dem Lehrstuhl für Allgemeine und Analytische
Chemie, ebenfalls an der Montanuniversität.
In Christian Doppler Labors wird anwendungsorientierte
Grundlagenforschung betrieben, hervorragende Wissenschafterinnen und
Wissenschafter kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. Die
Labors werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten
Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster öffentlicher
Fördergeber ist das Bundesministerium für Digitalisierung und
Wirtschaftsstandort (BMDW).
ha/pek/bel
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