voestalpine zum Halbjahr mit Gewinnschub
Ergebnis nach Steuern erreichte 486 Mio. Euro, nach Verlust
von 276 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum - Umsatz legte um fast
38 Prozent auf 7 Mrd. Euro zu - GRAFIK
Trotz Coronakrise und Lieferkettenproblemen im
Automotive-Bereich hat der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine
Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2021/22 massiv ausgebaut. Dank
robuster Nachfrage blieb unter dem Strich ein Ergebnis von 486 Mio.
Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Vor einem Jahr, zu
Beginn der Pandemie, standen hier noch Verluste in Höhe von 276 Mio.
Euro. Die Verkaufserlöse legten heuer von April bis September von
5,1 auf 7 Mrd. Euro zu."Durch die sehr solide Nachfrage nach voestalpine-Produkten in
allen für uns wesentlichen Märkten und Produktbereichen, unseren
Fokus auf effizienzsteigernde Maßnahmen und dem hervorragenden
Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir einen
starken Anstieg der Umsatz- und Ergebniszahlen im ersten Halbjahr
erzielen", teilte Konzernchef Herbert Eibensteiner mit.
Angesichts des globalen Anstiegs der Energiepreise und teilweise
unterbrochener Lieferketten sowie neuer Mutationen des Coronavirus
bei regional unterschiedlichem Impffortschritt sind die
Rahmenbedingungen laut Management allerdings "herausfordernd".
Dennoch hätten fast alle wesentlichen Markt- und Produktsegmente des
Unternehmens "eine sehr solide Entwicklung" verzeichnet.
Nur im Bereich Automotive habe sich die Lieferkettenproblematik
über den Sommer verschärft. Dabei schlug der Halbleitermangel an den
europäischen Standorten deutlicher durch als an den amerikanischen
und asiatischen.
Die wirtschaftliche Erholung von der Covid-19-Krise habe sich im
ersten Geschäftshalbjahr 2021/22 insgesamt gesehen fortgesetzt. Die
weiteren positiven Wachstumserwartungen würden unter
Berücksichtigung der zuletzt in den Fokus geratenen Entwicklungen
jedoch etwas unsicherer erscheinen.
Dennoch hält die voestalpine-Führung an der bereits
kommunizierten Gewinnerwartung für das gesamte Geschäftsjahr 2021/22
(per Ende März) fest: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) soll zwischen 1,9 und 2,2 Mrd. Euro liegen,
also doppelt so hoch sein wie im Vorjahr mit 1,1 Mrd. Euro.
Heuer erhöhte sich der Wert gegenüber der Vorjahresperiode
alleine im ersten Halbjahr 2021/22 bereits von 395 Mio. auf 1 Mrd.
Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) drehte von minus 215 auf plus
651 Mio. Euro.
Der Konzern mit Sitz in Linz beschäftigte 49.068 Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalente) weltweit - um 2,4 Prozent mehr als vor einem
Jahr.
(Redaktionelle Hinweise: 1434-21, Format noch offen)
kre/sp
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