CPI Europe (vormals Immofinanz) - s Immo mit Übernahmepreis von Immofinanz nicht zufrieden

CPI EUROPE (VORMALS IMMOFINANZ)

15,06 EUR -1,18 %
→ Chart → Stammdaten → Forum

s Immo mit Übernahmepreis von Immofinanz nicht zufrieden


Angebotspreis berücksichtige Immo-Wertsteigerung nicht - Punkt über strittige Abschaffung des Höchststimmrechts angepasst - Angebotspreis bleibt bei 22,25 Euro - Annahmefrist bis 16. Juli



Der Wiener Immobilienkonzern s Immo zeigt sich mit dem Übernahmeangebot seines Großaktionärs Immofinanz in einer ersten Reaktion nicht zufrieden. Der Angebotspreis in Höhe von 22,25 Euro je Aktie berücksichtige nicht die Wertsteigerung der Immobilien, teilte das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch mit.
15,06 EUR -1,18%
Hoch 15,36 Tief 15,06 Vortag 15,24

Das Offert liege deutlich unter dem EPRA-NAV und berücksichtige nicht die zum 30. April vorgenommene Wertanalyse des Portfolios und weitere absehbarere Steigerungen. Die s Immo hatte jüngst einen kräftigen Wertzuwachs ihres Portfolios in Deutschland von rund 85 Mio. Euro bekanntgegeben. Dies werde sich auf das Bewertungsergebnis im zweiten Quartal auswirken. Ergeben habe dies eine Wertanalyse, die s Immo unter Einbindung eines externen Gutachters vorgenommen hatte.

Die Immofinanz, die bereits 26,5 Prozent an s Immo hält, hat nun ihr öffentliches Übernahmeangebot vorgelegt, nachdem die Übernahmekommission vor zwei Tagen grünes Licht gegeben hatte. Die Veröffentlichung des Offerts wurde von der Behörde anfänglich untersagt und eine intensivere Prüfung angekündigt. Vor allem bei dem Thema Abschaffung des Höchststimmrechts prallten die Konzerne mit unterschiedlichen Meinungen aufeinander. Die Immofinanz hat ihre Angebot nun rund um diesen strittigen Punkt angepasst, blieb beim Angebotspreis aber bei der angekündigten Höhe. Sie bietet 22,25 Euro je s-Immo-Aktie und würde damit für den Kauf 1,14 Mrd. Euro in die Hand nehmen. Die s-Immo-Aktien notierten zuletzt an der Wiener Börse knapp darunter, bei 21,8 Euro. Der Angebotspreis wurde bereits einmal erhöht. Ursprünglich wollte die Immofinanz nur 18,04 Euro je Aktie bieten.

Als Bedingung für die Übernahme nannte die Immofinanz, dass das Höchststimmrecht bei der s Immo abgeschafft werden solle. Diese in der Satzung verankerte Bestimmung sieht vor, dass kein Aktionär mehr als 15 Prozent der Stimmrechte halten darf, auch wenn er einen höheren Aktienanteil besitzt. Der Immofinanz ist das ein Dorn im Auge. Sie verlangt nun, dass spätestens 15 Börsentage vor dem Ablauf der Annahmefrist ein Beschluss der Hauptversammlung der s Immo dazu erfolgen soll. Sollte sie mit ihrem Übernahmeangebot allerdings nicht erfolgreich sein und nicht 50 Prozent plus eine Aktie der s-Immo-Papiere einsammeln, soll diese Bestimmung materiell in Geltung bleiben, ergänzte die Immofinanz nun ihr Angebot.

Die s Immo äußerte sich vorerst nicht dazu. Bisher stand der s-Immo-Vorstand der Forderung der Immofinanz kritisch gegenüber. Die Anteilseigner sollen erst dann auf einer Hauptversammlung über die Aufhebung des Höchststimmrechts abstimmen, wenn das Übernahmeangebot auch erfolgreich ist, hieß es bisher. Die Angebotsfrist läuft nun vom 19. Mai bis 16. Juli.

Die Immofinanz, die wie die s Immo einen großen Teil ihres Immobilienbesitzes in Deutschland hat, hofft nach früheren Angaben, die Übernahme im dritten Quartal abzuschließen. Überlegungen für eine Fusion der Immobilienkonzerne gibt es schon seit mehreren Jahren. Sie scheiterten aber bisher immer an ihrer Umsetzung. Bei der s Immo war im Jänner der Finanzinvestor Aggregate Holding eingestiegen, der nun 10,8 Prozent der Anteile hält. Wie sich Aggregate, der auch Großaktionär des Wohnimmobilienkonzerns Adler Group ist, im Übernahmeverfahren verhalten wird, ist bisher offen.

(Schluss) kre

 ISIN  AT0000A21KS2  AT0000652250
 WEB   http://www.immofinanz.com
       http://www.simmoag.at



ATX (Wiener Börse Index) : 5809.61 -0.7% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

BÖRSE-NEWS
Allgemeines — Amazon will im oberösterreichischen Reichersberg investieren -Zeitung
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — Autozulieferer Nemak plant Werkschließung in NÖ, 330 Jobs betroffen
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
Kapital&Wert — Purgstaller als Vorstand bei Wiener Privatbank bestellt
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Allgemeines — Billig-Airline Ryanair droht und lockt Österreichs Regierung
Agrana — Agrana - Erste Group erhöht Kursziel leicht von 12,5 auf 12,7 Euro
BAWAG — BAWAG will Irland-Übernahme in Q4 2026 oder Q1 2027 abschließen
Raiffeisen Bank International — RBI - Barclays erhöht Kursziel leicht von 39,0 auf 40,0 Euro
Erste Group Bank — Erste Group - Barclays erhöht Kursziel von 119 auf 123 Euro
BAWAG — BAWAG-Expansion schiebt Gewinn im 1. Quartal weiter an
   [weitere News >>]