OMV-Öl- und Gasproduktion stieg im ersten Quartal kräftig
Auf zuletzt 2019 erreichte Menge von fast 500.000 Fass pro Tag
- Raffineriemarge weiterhin recht niedrig - Im Chemiebereich
deutlich bessere Polypropylen-Marge
Der österreichische OMV-Konzern hat heuer im ersten
Quartal so viel Öl und Gas gefördert wie zuletzt im Jahr 2019. Die
tägliche Produktion kletterte laut Trading Statement von Freitag im
Schnitt auf 495.000 Barrel Öl-Äquivalent (boe), nach 472.000 Fass
täglich im Vorquartal und ebenfalls durchschnittlich 472.000 boe/Tag
Anfang 2020. Im Jahr 2019 hatte der Konzern teils mehr als 500.000
Fass täglich gefördert.Von der Fördermenge bis März entfielen weiterhin rund 289.000
boe/Tag auf Erdgas, etwa ebenso viel wie im vierten und im ersten
Quartal 2020. Die Ausweitung spielte sich dem
Quartalszwischenbericht also ausschließlich bei Rohöl- und
NGL-Produkten ab, wo man auf 206.000 boe/d zulegte, nach im Schnitt
182.000 bzw. 183.000 boe/d Ende bzw. Anfang 2020.
Die Ölpreise waren im ersten Quartal sehr hoch, günstig für die
OMV. Der Brent-Preis lag im Schnitt bei 61,12 Dollar pro Fass, nach
44,16 Dollar Ende 2020 und 50,10 Dollar Anfang 2020. Ebenso zog auch
der Urals-Preis auf 60,05 Dollar an, nach 44,39 bzw. 48,10 Dollar.
Der CEGH-Erdgaspreis stieg im Schnitt auf 18,08 Euro pro MWh, nach
13,81 bzw. 10,64 Euro.
Den durchschnittlich realisierten Rohölpreis in E&P bezifferte
die OMV mit zuletzt 55,1 Dollar pro Barrel, nach 41,6 bzw. 46,8
Dollar Ende des Vorjahres bzw. Anfang 2020. Der im Schnitt
realisierte Erdgaspreis (10,4 Euro/MWh) lag etwas über dem vierten
Quartal (9,3 Euro), aber leicht unter dem Wert von Anfang 2020 (11,0
Euro pro Megawattstunde).
Die OMV-Referenz-Raffineriemarge in Europa blieb im ersten
Quartal mit 1,68 Dollar pro Barrel unverändert zum Vorquartal (1,71
Dollar), lag aber markant tiefer als Anfang 2020 (4,93 Dollar);
freilich war sie voriges Jahr im dritten Quartal bis auf 0,87 Dollar
abgesackt.
Der Raffinerie-Auslastungsgrad blieb mit 81 Prozent so niedrig
wie Ende 2020, Anfang vorigen Jahres lag er bei 94 Prozent. Die
Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen der OMV in Europa lagen mit
3,18 Mio. t unter den Vorwerten (3,78 bzw. 3,99 Mio. t). Dagegen
wuchsen die Erdgas-Verkaufsmengen auf 59,02 TWh nach 50,39 TWh Ende
vorigen Jahres bzw. 48,03 Terawattstunden im ersten Quartal 2020,
berichtete die OMV aus dem R&M.
Im Chemiebereich blieben die Polyolefin-Verkaufsmengen mit 1,53
Mio. t etwa auf Höhe der Vorquartale. Deutlich besser stellte sich
die Polypropylen-Referenz-Marge, die mit 608 Euro pro Tonne etwa um
die Hälfte höher war als Ende 2020 bzw. Anfang des Vorjahres. Die
Ethylen- und Propylen-Margen lagen über dem Vorquartal, aber tiefer
als Anfang 2020.
Gegenüber dem vierten Quartal sanken die Retail-Margen und die
Commercial-Margen.
Am 29. April will die OMV ausführlich über das erste Quartal 2021
informieren.
(Schluss) sp/ivn
ISIN AT0000743059
WEB http://www.omv.com