IVA: "Schwaches" Übernahmeangebot der Immofinanz für s Immo
"Angebot dürfte nur auf dürftige Gegenliebe stoßen"
Der Interessenverband für Anleger (IVA) hat das
Sonntagabend veröffentlichte freiwillige Übernahmeangebot der
Immofinanz für die s Immo als "schwach" bezeichnet. Der
Angebotspreis von 18,04 Euro je s Immo-Aktie liege deutlich unter
dem Branchensubstanzwert von 23,17 Euro je Aktie. Die letzten
Analystenmeinungen sehen den Aktienkurs ebenfalls höher, heißt es in
einer Aussendung der IVA am Montag.Der Angebotspreis von 18,04 Euro je Aktie (inklusive Dividende)
ist ein Aufschlag von 13,75 Prozent auf den sechsmonatigen s
Immo-Durchschnittskurs. Die Immofinanz besitzt bereits ca. 26,5
Prozent der s Immo.
"Der Angebotspreis wirkt schwach. Die s Immo ist ein nachhaltiger
und verlässlicher Dividendenzahler. Das Angebot wird nur auf
dürftige Gegenliebe stoßen, wie der aktuell weit höhere Börsenkurs
zeigt", kommentiert IVA-Vorstand Verena Brauner. "Offenbar möchte
der Immofinanz-CEO Ronny Pecik im Spiel bleiben." Montagmittag lag
der Kurs der s Immo-Aktie bei 19,06 Euro, ein Plus von 5,65 Prozent.
Die letzte Kapitalerhöhung im Jänner 2020 wurde bei 22,25 Euro
erfolgreich platziert. Eine entscheidende Angebotsbedingung und
möglicher Stolperstein könnte laut IVA sein, dass die s Immo in
einer Hauptversammlung die Aufhebung der Beschränkung des
Höchststimmrechts (15 Prozent) beschließen muss. Daran ist die
Immofinanz bereits mehrfach gescheitert.
Der IVA empfiehlt grundsätzlich, die schriftliche
Angebotsunterlage des freiwilligen Angebots, sowie die Empfehlungen
von s Immo Vorstand, Aufsichtsrat und den Bericht des
Sachverständigen, sobald sie veröffentlicht werden zu studieren.
(Schluss) gru/itz
ISIN AT0000A21KS2 AT0000652250
WEB http://www.immofinanz.com
http://www.simmoag.at