OMV - Q4-Ergebnis über Erwartungen, Dividende von EUR 1,85/Aktie vorgeschlagen

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Q4-Ergebnis über Erwartungen, Dividende von EUR 1,85/Aktie vorgeschlagen



Das Q4-Ergebnis der OMV fiel besser aus als von den Analysten prognostiziert. Gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr verringerte sich das bereinigte operative Ergebnis vor Sondereffekten im Q4/20 um 33% auf EUR 524 Mio., blieb damit aber über den Markterwartungen. Das Upstream- Ergebnis vor Sondereffekten fiel deutlich gegenüber dem Vorjahr (-66%), aufgrund wesentlich niedrigerer Öl- und Gaspreisen. Im Bereich Downstream sank das operative Ergebnis im Q4/20 nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr (-4%), was hauptsächlich auf die erstmalige Vollkonsolidierung der Borealis und deren EUR 162 Mio. Beitrag zum operativen Ergebnis zurückzuführen ist (Abschluss des Erwerbs der zusätzlichen 39%- Beteiligung war Ende Oktober 2020). Auf Konzernebene lag der bereinigte Periodenüberschuss im Q4/20 bei EUR 219 Mio. bzw. EUR 0,67 je Aktie (Q4/19: EUR 0,95). Insgesamt verzeichnete die OMV Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR 954 Mio., die sich im Wesentlichen aus der Aufwertung des bisherigen 36%-Anteils an der Borealis ergaben. Somit belief sich der Periodenüberschuss nach Minderheiten auf EUR 1,88 Mrd. im Q4/20 und EUR 1,26 Mrd. im Geschäftsjahr 2020 bzw. EUR 3,85 je Aktie (2019: EUR 1,68 Mrd.). Der Vorstand schlägt eine Dividende von EUR 1,85 je Aktie vor (2019: EUR 1,75).

Der Verschuldungsgrad (exkl. Leasing) stieg im Jahresvergleich von 22% (Ende 2019) auf 41% per 31. Dezember 2020. Die deutliche Erhöhung der Nettoverschuldung ist im Wesentlichen auf den Erwerb der zusätzlichen Borealis-Anteile zurückzuführen. Um den Verschuldungsgrad wieder zu reduzieren, hat die OMV im Vorjahr ein EUR 2 Mrd. Veräußerungsprogramm angekündigt. Die bereits unterzeichneten Transaktionen des ersten Veräußerungspakets sollen 2021 abgeschlossen werden und zu einem Entschuldungseffekt von mehr als EUR 1 Mrd. führen. Das zweite Veräußerungspaket wurde nun bekanntgegeben, es umfasst das Geschäft der OMV in Slowenien und das Stickstoffgeschäft von Borealis. Zusätzlich hat die OMV die Änderung der Konzernstruktur bekanntgegeben, Chemicals & Materials wird als neuer Geschäftsbereich etabliert. Alfred Stern (bisher CEO der Borealis) wird für die Leitung dieses neuen Bereichs in den Vorstand des OMV-Konzerns bestellt.

Ausblick

Für das Jahr 2021 erwartet die OMV einen durchschnittlichen Ölpreis von 50-55 USD pro Fass (2020: USD 42), einen höheren durchschnittlichen Gaspreis sowie eine höhere Upstream-Produktion (~480.000 Barrel-Öl-Äquivalent pro Tag; 2020: 463.000). Die mittelfristige Prognose für Öl- und Gasproduktion wurde nun deutlich nach unten revidiert, statt der bisher angepeilten 600.000 Barrel-Öl-Äquivalent pro Tag bis 2025, soll die Produktion nun zwischen 450 und 500.000 Barrel-Öl-Äquivalent pro Tag stabil gehalten werden. Die Raffineriemarge soll 2021 über dem Wert des Vorjahres liegen, während die Petrochemiemarge auf Vorjahresniveau er-wartet wird. Für die zukünftigen Dividenden wird eine stabile bzw. steigende Entwicklung erwartet, der Zielwert für den Verschuldungsgrad liegt bei 30%.



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