Raiffeisen Bank International - RBI wuchs bei weniger Gewinn und sieht Spielraum für mehr Wachstum

RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL

43,30 EUR -1,50 %
→ Chart → Stammdaten → Forum

RBI wuchs bei weniger Gewinn und sieht Spielraum für mehr Wachstum


Freude über Kreditwachstum und Zinsüberschuss im ersten Quartal 2019 - Gewinn in erster Linie durch Sondereffekte wie Polen-Verkauf gedrückt - Rubel-Kurs wirkte sich positiv aus



Die börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI) ist im ersten Quartal 2018 gewachsen, der Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber von 399 Mio. Euro auf 226 Mio. Euro gesunken. Das ist in erster Linie verschiedenen Sondereffekten geschuldet. Die Kredite sind konzernweit, auch in Österreich, gewachsen. Die Forderungen an Kunden stiegen insgesamt um 5,8 Prozent auf 85,53 Mrd. Euro.
43,30 EUR -1,50%
Hoch 43,54 Tief 42,92 Vortag 43,96

Sondereffekte waren in erster Linie eine Veränderung der Risikokosten um 92 Mio. Euro nach Nettoauflösungen im ersten Quartal 2018, negative Bewertungsergebnisse aus Hedging und der Verkauf des Polen-Kernbankgeschäfts.

"Kreditwachstum und Zinsüberschuss entwickeln sich erfreulich", wurde RBI-Vorstandsvorsitzender Johann Strobl Mittwochfrüh in einer Aussendung zitiert. "Aufgrund von verschiedenen Sondereffekten ist das erste Quartal 2019 nur bedingt mit dem Vorjahresquartal vergleichbar", betonte er. "Wir verfügen über eine starke Kapitalbasis, die uns Spielraum für weiteres Wachstum gibt. Ich gehe davon aus, dass die RBI auch 2019 ein gutes Geschäftsergebnis erwirtschaften wird."

Die NPL-Rate für notleidende Kredite ging trotz des Kreditwachstums verglichen zum Jahresende 2018 um einen Prozentpunkt auf 2,9 Prozent zurück. Die NPL-Coverage Ratio stieg von 58,3 auf 58,4 Prozent.

Das RBI-Betriebsergebnis betrug 465 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss blieb trotz des Polen-Verkaufs mit 825 Mio. Euro - einem Minus von 4 Mio. Euro (-0,5 Prozent) - nahezu stabil im Jahresvergleich. Ohne Berücksichtigung Polens wäre dieser im Jahresvergleich um rund 8 Prozent gestiegen, betont die heimische Großbank. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 129 Mio. auf 226 Mio. Euro. Die um 212 Mio. geringeren Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte haben wesentlich dazu beigetragen, so die RBI. Dem standen um 101 Mio. Euro höhere Abgaben und Sonderbelastungen aus staatlichen Maßnahmen gegenüber, die in den meisten Fällen im ersten Quartal zu buchen waren.

Die Kernkapitalquote (CET1 Ratio fully loades) blieb mit 13,4 Prozent stabil. Die Zahl der Kunden stieg um 1,8 Prozent auf 16,3 Millionen. Die Zahl der Geschäftsstellen ging aber von 2.159 auf 1.153 zurück. Der Trend zu weniger Filialen ist in der Bankenwelt grundsätzlich gegeben. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 0,4 Prozent auf 47.264.

Profitiert hat die RBI im ersten Quartal vom Kursanstieg des russischen Rubel. Das hat sich trotz des Wachstums der Bank schön aufs Kapital und die Kapitalquote ausgewirkt.

(Schluss) phs/bel

 ISIN  AT0000606306
 WEB   http://www.rbinternational.com/



ATX (Wiener Börse Index) : 5778.57 -0.5% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

BÖRSE-NEWS
Allgemeines — AUA und Lufthansa streichen kostenfreien Handgepäckkoffer
Allgemeines — Geplante Paketabgabe stößt bei vielen Händlern auf Unverständnis
Allgemeines — Spatenstich für erstes Google-Rechenzentrum Österreichs in Kronstorf
Andritz — Andritz erhält Großauftrag für Papiermaschine in Algerien
Josef Manner — Manner-Gewinn 2025 deutlich gesunken
Agrana — Agrana schloss Übernahme von Lebensmittelhersteller Mercator-Emba ab
Verbund — Verbund - Deutsche Bank senkt Kursziel leicht von 56,0 auf 55,0 Euro
Allgemeines — Telekom Austria - Deutsche Bank bestätigt Einstufung "Hold"
Andritz — Andritz - Erste Group erhöht Kursziel von 71,9 auf 86,0 Euro
Allgemeines — Amazon will im oberösterreichischen Reichersberg investieren -Zeitung
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — AUA springt nach Lufthansa-Streichungen mit mehr Flügen in Bresche
Allgemeines — Autozulieferer Nemak plant Werkschließung in NÖ, 330 Jobs betroffen
Telekom Austria — Telekom Austria dank Geschäft in CEE im ersten Quartal im Aufwind
   [weitere News >>]