FACC kooperiert bei Flugtaxis mit chinesischem Start-up EHang
EHangs Prototyp soll zur Serienreife gebracht werden -
Roland-Berger-Studie: Viele technische und gesetzliche Fragen
offen - Pilotenlose Drohnen in fünf bis zehn Jahren
realistisch
Der mehrheitlich in chinesischer
Hand stehende Luftfahrtzulieferer FACC mit Sitz in Ried,
Oberösterreich, hat mit dem chinesischem Start-up EHang ein
strategische Partnerschaft geschlossen, um pilotenlose Lufttaxis zu
entwickeln. Mit FACC soll EHangs Prototyp zur Serienreife gebracht
werden, teilte die an der Wiener Börse notierte Firma am Mittwoch
mit. Ziel sei auch ein Testfeld in Österreich.Die Unternehmensberatung Roland Berger veröffentliche indes eine
Untersuchung zu Flugtaxis. Ein Ergebnis der Studie "Urban Air
Mobility: The rise of a new mode of transportation" ist, dass viele
technische und gesetzliche Fragen noch offen sind. Roland Berger
geht davon aus, dass Passagierdrohnen erst in fünf bis zehn Jahren
realistisch sind.
Aktuell sind bereits mehrere Lufttaxi-Dienste in Planung, unter
anderem vom Fahrdienst-Vermittler Uber. Auch die Flugzeugbauer
Airbus und Boeing arbeiten an eigenen kleinen Maschinen für solche
Dienste. Laut Roland Berger sind rund 75 Unternehmen weltweit an der
Entwicklung von Passagierdrohnen beteiligt.
2017 absolvierte ein selbstfliegendes Lufttaxi der deutschen
Firma Volocopter seinen Jungfernflug in Dubai - allerdings noch ohne
Insassen. Das Emirat möchte Passagierdrohnen auf lange Sicht als
öffentliches Verkehrsmittel einsetzen.
Dass diese autonom fliegenden via Mobilfunknetz gesteuerten
Flugtaxis den Autoverkehr verdrängen und somit staugeplagte Städte
entlasten, ist aber selbst unter Experten strittig - oder zumindest
Zukunftsmusik. Auch Flugsicherungen sind wegen des
Sicherheitsaspektes im Luftraum über Städten skeptisch. Derzeit sind
Drohnen für die Radar-Geräte nicht sichtbar.
(Schluss) pro/tsk
ISIN AT00000FACC2
WEB http://www.facc.at