vida-Hebenstreit: Telekom/Post gehören ins Infrastrukturministerium
Durch Privatisierung wurde wichtige Infrastruktur verloren -
Gewerkschafter: "Nicht Hund auf Wurst aufpassen lassen"
Nach der Kritik von Brigitte Ederer, ehemalige
Siemens-Topmanagerin und nunmehr Obfrau der Elektro- und
Elektronikindustrie, an der Teilprivatisierung der Telekom Austria,
legt vida-Verkehrsgewerkschafter Roman Hebenstreit nun nach. Er will
die Telekom und die ebenfalls teilstaatliche Post vom (schwarzen)
Finanzministerium ins (rote) Infrastrukturministerium verlagern."Wenn mit dieser Kritik eine Diskussion über die Neuausrichtung
der ÖBIB (Staatsholding für Telekom, Post, OMV, Anm.) gestartet
werden soll, so muss diese weg von Ideologien hin zur Vernunft
geführt werden. Die Telekom gehört derzeit zum Finanzressort und es
hat sich gezeigt, wohin das in der Regel führt, wenn man den Hund
auf die Wurst aufpassen lässt. Das geht bekanntlich schief", so
Hebenstreit auf APA-Anfrage.
Mit dem Telekom-Teilverkauf unter dem damaligen Finanzminister
Karl Heinz Grasser habe man eine wichtige Steuerungsmöglichkeit für
die Infrastruktur des Landes verloren.
Von der gestrigen Aussage von Ederer zeigte sich Hebenstreit
überrascht: "Ich kannte diese Position von ihr nicht. Aber sie
spricht mir damit aus dem Herzen und ich werde mit Frau Ederer
diesbezüglich das Gespräch suchen."
(Schluss) stf/ggr
ISIN AT0000720008 AT0000APOST4
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