Fusion RZB/RBI - Mutter würde auf börsennotierte Tochter verschmolzen
Auch EZB an einfacheren Strukturen interessiert - Bei
Fusionsbeschluss Abschluss der Zusammenführung im 1. Halbjahr
2017
Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) und ihre
60-prozentige Tochter, die börsennotierte Raiffeisen Bank
International (RBI), haben ihre Fusion eingeleitet. Ein
Zusammenschluss wird jetzt "geprüft", die Evaluierungsphase habe
soeben begonnen, so die RBI. In einer Analystenkonferenz sprach der
RBI-Vorstand für den Fall der Fusionsentscheidung von einem
"Downstream Merger".Die RBI solle ja an der Börse notiert bleiben, wurde betont. Das
hieße, dass die Muttergesellschaft auf die börsennotierte Tochter
verschmolzen würde.
Weitere Einzelheiten gibt es vorerst nicht. Es ginge aber um
Kapitalvorteile, straffere Entscheidungsstrukturen und letztlich
auch Kosten-Synergien. Auch den Aufsehern, namentlich der
Europäischen Zentralbank (EZB), dürfte an strafferen Strukturen
gelegen sein. Die EZB sei immer an optimaler Kapitalisierung und
einer Vereinfachung der "nicht unkomplizierten Struktur unserer
Bankengruppe" interessiert, sagte Bankchef Karl Sevelda in der
Telefonkonferenz.
Bisher seien keine Beschlüsse gefasst. Zum weiteren Fahrplan hieß
es heute, in den nächsten Monaten werde geprüft. Kommt ein Beschluss
auf den Zusammenschluss zustande, könnte die Fusion im ersten
Halbjahr 2017 abgeschlossen sein.
(Schluss) rf/ivn
ISIN AT0000606306
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