VIG-Chefin Stadler: Trotz Niedrigzinsphase kein Mitarbeiterabbau
Vienna Insurance Group-Vorstandschefin will Förderung privater
Vorsorge
Die Vorstandschefin der Vienna Insurance Group
(VIG), Elisabeth Stadler, will trotz der Niedrigzinsphase keine
Mitarbeiter abbauen und plant auch keine Zusammenlegung von
Gesellschaften. "Die Niedrigzinssituation kann man fast schon als
unser täglich Brot bezeichnen", sagte Stadler im "Ö1-Mittagsjournal"
des ORF-Radio am Samstag.Auch die Kunden wolle man nur "minimal" und zu sehr späten
Zeitpunkten mit zusätzlichen Kostenbelastungen treffen. Bisher habe
man es geschafft, die Kunden nicht damit zu belasten.
Das Problem für Versicherungen sei derzeit die Suche nach
attraktiven Veranlagungen: Wie könne man das Geld so veranlagen,
dass sich lukrative Erträge ergeben, damit man die Versprechen an
die Kunden erfüllen könne.
Um das Vertrauen der Anleger in die VIG-Aktie wiederzugewinnen
setzt Stadler auf die Strategie Österreich und Osteuropa. Die
Versicherungsdichte in Osteuropa liege derzeit nur bei einem Zehntel
der von Österreich.
Von der Politik würde sie sich eine klare Förderung privater
Vorsorge wünschen: Es wäre sehr hilfreich, wenn die Politik Signale
in diese Richtung setzen würde, wünscht sich Stadler.
Das Ausscheiden ihres Vorgängers Peter Hagen wolle sie nicht
kommentieren. Bei der Bilanz 2015 sehe sie keine Unstimmigkeiten,
sagte Stadler.
(Schluss) gru/dru
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