Telekom-Netzausgliederung - Betriebsrat: "Unausgegorener Schwachsinn"
Finanzministerium und Telekom: Reine Spekulation, es gibt
keinen Auftrag
Für Telekom Austria-Betriebsratschef
Walter Hotz sind Überlegungen zu einer Ausgliederung des
Infrastrukturbereiches der A1 "unausgegorener Schwachsinn". Dazu
gebe es nicht einmal eine Arbeitsgruppe im Haus, und technisch sei
es ohnehin praktisch unmöglich.Des weiteren arbeiten von den rund 5.000 Beamten in der A1 2.000
im Verkaufsbereich, wie wolle man diese "aufspalten", so ein hörbar
verärgerter Betriebsratschef am Donnerstag zur APA.
Und auch in der Chefetage hält sich die Begeisterung über die
Causa in Grenzen. Konzernsprecherin Ingrid Spörk betonte gegenüber
der "Presse": "Es gibt keinen Auftrag."
Im Finanzministerium als Eigentümervertreter für den Staatsanteil
an der Telekom spricht man von "reiner Spekulation". "Die Telekom
Austria hat sich gerade neu aufgestellt und soll sich zu einem
starkem, unabhängigen Unternehmen weiterentwickeln. Politische
Zurufe - und generell Zurufe von außen - sind entbehrlich und
kontraproduktiv für das Unternehmen. Die medial kolportierten
Gerüchte sind reine Spekulation", so Sprecherin Michaela Berger zur
APA.
Die "Presse" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass die A1
Telekom Austria überlegt, die Netzinfrastruktur an den Staat
auszugliedern - und damit auch beamteten Mitarbeiter los zu werden.
Die Telekom gehört mittlerweile mehrheitlich der mexikanischen
America Movil, die Staatsholding ÖBIB hält 28,4 Prozent. Die in Wien
börsenotierte Telekom hatte 2015 einen Jahresüberschuss von 392,8
Mio. Euro eingefahren.
(Schluss) stf/tsk
ISIN AT0000720008
WEB http://www.telekomaustria.com
http://www.americamovil.com/amx/en/
http://www.obib.co.at