RBI: Verkauf der Direktbank Zuno an Alfa geplatzt
Russischer Käufer trat vom Kaufvertrag zurück
Der bereits im September von Raiffeisen
gemeldete Verkauf der Direktbank Zuno an die russische
Alfa-Bankengruppe ist geplatzt. Der Käufer ABH Holdings, die
Konzernmutter der russischen Alfa-Bankengruppe, ist vom Kaufvertrag
zurückgetreten, teilte die Raiffeisen Bank International (RBI)
Dienstagabend in einer Aussendung mit.Der Transaktionswert lag laut tschechischen Zeitungen bei 35 Mio.
Euro. Die Alfa-Bank, die viertgrößte Bank Russlands, gehört dem
russischen Milliardär Michail Fridman. Sitz der ABH Holdings ist in
Luxemburg.
"Die Gründe stehen nicht im Zusammenhang mit der zum Verkauf
stehenden Gesellschaft", heißt es in der Mitteilung. Der Rücktritt
vom Kaufvertrag liege nicht an der Direktbank Zuno, betonte auch die
RBI-Sprecherin auf APA-Anfrage. Die Auswirkung der Transaktion auf
die regulatorischen Kapitalquoten wäre "vernachlässigbar" gewesen.
Die RBI prüfe nun weitere interne und externe Schritte,
beispielsweise den Gesamtverkauf der Zuno, die vollständige
Integration in andere RBI-Konzerneinheiten oder einen Teilverkauf.
Möglicherweise gab es Probleme mit der regulatorischen
Genehmigung für den Deal, heißt es in informierten Kreisen.
Die Direktbank Zuno hatte per Jahresende 2015 rund 200
Mitarbeiter und circa 255.000 Kunden in der Tschechischen Republik
sowie der Slowakei. Die Bank verwaltet laut RBI Kundeneinlagen in
Höhe von rund 775 Millionen Euro und ein wachsendes
Kundenkreditportfolio von etwa 75 Millionen Euro.
(Schluss) gru/ggr
ISIN AT0000606306
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