Gewinn-Messe - Telekom will "in Marktkonsolidierung investieren"
CFO Mayrhofer: In kleinen Ländern machen parallele
Infrastrukturen wenig Sinn - Marke Yesss entwickelt sich
zufriedenstellend - Roaming-Regulierung: "Massive Belastung
für Kunden"
Neben dem Ausbau des
Glasfaser-Festnetzes will die Telekom Austria in den nächsten Jahren
vor allem in Zukäufe in kleineren Märkten investieren. "Wenn sich
eine Gelegenheit ergibt, dann werden wir in Marktkonsolidierung
investieren", sagte Finanzvorstand Siegfried Mayrhofer am Freitag
bei der Gewinn-Messe in Wien."Wir sind aktiv in sehr vielen kleinen Ländern. Und gerade in
kleinen Ländern mit vielleicht nur zwei Millionen Einwohnern macht
es wenig Sinn, wenn dort viele parallele Infrastrukturen ausgerollt
sind", sagte Mayrhofer. Es sei daher eine Priorität der TA, bei der
Marktkonsolidierung in diesen Ländern zu partizipieren. Derzeit
versucht Serbien erneut, die Telekom Srbija zu privatisieren. Die
Regierung erhofft sich einen Erlös von 1,5 Mrd. Euro für 58 Prozent
der Anteile - allerdings soll keiner der acht Interessenten mehr als
1,2 Mrd. Euro geboten haben.
Die Telekom Austria will in allen Ländern, in denen sie mit
Mobilfunk gestartet ist, auch Schritt für Schritt auch zum
Festnetzanbieter werden. "Wir glauben an die Konvergenz, das
Zusammenwachsen von Festnetz und Mobilfunk", sagte Mayrhofer. Das
Festnetz erlebe jetzt wegen der großen transportierten Datenmengen
weltweit eine Renaissance. Deshalb werde man allein in Österreich im
Zeitraum 2015 bis 2018 rund 400 Mio. Euro in den Ausbau des
Glasfaser-Netzes investieren. Ziel sei es, 70 Prozent der
österreichischen Haushalte eine Internet-Geschwindigkeit von 30 Mbit
zur Verfügung zu stellen.
Mit der Entwicklung der Marke Yesss sei man zufrieden, sagte der
TA-Finanzchef. "Die Marke wächst nach wie vor, auch wenn wir jetzt
das Vertriebsnetz gewechselt haben von Hofer hin zur Rewe-Gruppe.
Negativ werde sich auf die Branche in den nächsten Jahren die
Roaming-Regulierung der EU auswirken, glaubt Mayrhofer. Sie werde
von Brüssel zwar mit guten Intentionen vorgegeben, nämlich etwas für
die Verbraucher zu tun, sie bewege sich aber "völlig in die falsche
Richtung". Zwei Drittel der Roaming-Erträge würden nämlich auf
Geschäftskunden entfallen. "Es wird sicherlich eine massive
Belastung für die Kunden sein."
(Schluss) ivn/stf
ISIN AT0000720008
WEB http://www.telekomaustria.com
http://www.americamovil.com/amx/en/