Einmaleffekte verhelfen zu deutlicher Ergebnissteigerung in Q2
Der Verbund präsentierte diese Woche Zahlen zum 2. Quartal 2015.
Demnach sanken die Umsatzerlöse um 3,5% gegenüber dem Q2 im
Vorjahr, blieben mit EUR 693 Mio. jedoch über unserer Erwartung. Der
Verbund profitierte dabei von einer guten Wasserführung, die in der ersten
Jahreshälfte um 3% über dem langjährigen Durchschnitt und um 10%-
Punkte über dem Vorjahr lag. Zusatzerträge aus der Vermarktung von
Regelenergie, Ausgleichsenergie sowie dem Engpassmanagement wirkten
ebenfalls ergebniserhöhend. Zudem wurde die Profitabilität durch nicht
nachhaltige Ergebniseffekte, wie die Auflösung von Rückstellungen,
unterstützt. Das EBITDA konnte im Q2 somit um 84% auf EUR 271 Mio.
gesteigert werden. Bereinigt um Einmaleffekte fiel die Steigerung mit +5%
gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr jedoch deutlich geringer aus.
Das EBIT konnte mit EUR 180 Mio. mehr als verdoppelt werden, während
das Konzernergebnis einen deutlichen Sprung von EUR 16 Mio. im Q2 des
Vorjahres auf EUR 133 Mio. im abgelaufenen Quartal verzeichnete.
AusblickDer Ergebnisausblick 2015 bleibt nach der letzten Anhebung
unverändert. Das Management erwartet ein EBITDA von rund EUR 850
Mio., während sich das Konzernergebnis auf EUR 240 Mio. belaufen soll.
Die Dividende soll sich unverändert an einer Ausschüttungsquote von rund
50% des bereinigten Konzernergebnisses orientieren, das nach der
aktuellen Erwartung EUR 240 Mio. für das Geschäftsjahr 2015 betragen
soll. Die Aktie ist im Vergleich zu anderen Stromversorgern nach wie vor
teuer und von einer raschen Erholung der Strompreise ist nicht auszugehen.
Unsere Empfehlung lautet daher weiterhin Reduzieren.