Verbund - Verbund strafft Investitionen, Stromproduktion ging 2014 zurück

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Verbund strafft Investitionen, Stromproduktion ging 2014 zurück


Erzeugung aus thermischen Kraftwerken halbiert, leichtes Plus bei Wasserkraft - Laufendes Sparprogramm bringt bis Ende 2015 kumuliert 165 Mio. Euro - BILD GRAFIK



Der Verbund hat 2014 wegen einer Halbierung der thermischen Produktion weniger Strom erzeugt. Die Wasserkraftzeugung stieg laut Geschäftsbericht um 0,8 Prozent. Der Investitionsplan wurde an die Änderungen am europäischen Strommarkt angepasst und gestrafft, teilte der Verbund mit.
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Das seit zwei Jahren laufende Kostensenkungsprogramm bringe bis Ende 2015 kumulierte Einsparungen von 165 Mio. Euro - mehr als die ursprünglich angepeilten 130 Mio. Euro. Der zweiten Teil des Job-Abbaus - nochmals 250 Stellen bis zum Jahr 2020 - soll 20 bis 30 Mio. Euro bringen, sagte Generaldirektor Wolfgang Anzengruber im Bilanzpressegespräch.

Die Mitarbeiterzahl (durchschnittlicher betriebswirtschaftlicher Personalstand) sank laut Geschäftsbericht um 3,2 Prozent von 3.351 auf 3.245 Beschäftigte.

Der Verbund werde 2015 bis 2017 in Österreich und Deutschland 870 Mio. Euro investieren, heißt es in der heutigen Mitteilung weiter. Das ist fast eine halbe Milliarde Euro weniger als geplant war, sagte Finanzvorstand Peter Kollmann. Rund 50 Prozent der Investitionen werde auf Instandhaltungen entfallen. Der Hauptteil der Wachstumsinvestitionen werde in den Ausbau des österreichischen Hochspannungsnetzes fließen.

Die Stromerzeugung des Verbund sank 2013 laut Geschäftsbericht um 4,2 Prozent auf 34.030 Gigawattstunden (GWh). Dabei wurde die Produktion aus Wärmekraft um 49,6 Prozent auf 2.031 GWh zurückgenommen. Der Verbund hat im Vorjahr thermische Kraftwerke stilllgelegt bzw. abgegeben. Geschlossen wurde in der Steiermark das Ölkraftwerk Neudorf/Werndorf II. Für das Steinkohlkraftwerk Dürnrohr laufen die Schließungsmaßnahmen, da soll es im April mit Ende der Heizsaison aus sein. Im Oktober wurden die Verträge zum Verkauf der beiden französischen Gaskraftwerke unterschrieben. Fixiert wurde im Vorjahr auch der Ausstieg aus der italienischen Beteiligung Sorgenia, wo sich der Verbund ohne weitere Kosten zurückzieht.

Das steirische Gaskraftwerk Mellach wollte der Verbund stilllegen, es muss aber aufgrund einer einstweiligen Verfügung als zusätzlich Fernwärme-Ausfallsreserve für die Stadt Graz bereit gehalten werden; der Rechtsstreit darüber vor einem Schiedsgericht wird noch bis Mitte 2016 dauern, schätzte Anzengruber.

Aus Wasserkrafterzeugung stammten mit 31.188 GWh rund 92 Prozent der gesamten Stromproduktion des Verbund. Der Erzeugungskoeffizient lagt mit 1,02 zwar um 2 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt, aber um 5 Prozentpunkte unter 2013, heißt es im Geschäftsbericht weiter. Der Anstieg der Wasserkraftproduktion um 245 GWh sei im Wesentlichen auf die im April 2013 erworbenen Wasserkraftanteile in Deutschland sowie auf eine höhere Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke zurückzuführen.

Der Stromabsatz stieg um 1,1 Prozent auf 50.823 GWh. Dabei gab es bei den Endkunden ein Minus von 6 Prozent auf 9.485 GWh, die wettbewerbsbedingten Rückgänge bei ausländischen Kunden (minus 848 GWh) hätten durch den Anstieg im Inland (+240 GWh) nicht ausgeglichen werden können. An Weiterverteiler wurden mit 22.105 GWh um 2,3 Prozent mehr Strom abgegeben. Der Absatz an Händler stieg um 3,5 Prozent auf 19.232 GWh.

Die Stromerlöse sanken um 10,8 Prozent auf 2,43 Mrd. Euro. Die durchschnittlichen Absatzpreise fielen von 48,1 Euro je Megawattstunde (MWh) auf 39,1 Euro je MWh.

Die Verbund-Aktie notierte am Vormittag mit 16,61 Euro um 1,04 Prozent unter dem Vortagesschluss; der ATX stand zugleich mit +0,1 Prozent leicht im positiven Bereich.

( 0309-15, Format 88 x 66 mm) (Forts. mögl.) itz/sp

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