Telekom Austria - A1-Betriebsrat: Wir haben wirtschaftspolitische Verantwortung übernommen!

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A1-Betriebsrat: Wir haben wirtschaftspolitische Verantwortung übernommen!


Zukunft des Wirtschaftsstandorts steht auf dem Spiel

 Wir haben den Syndikatsvertrag - 100 Seiten auf englisch - erst einen Tag vor der Aufsichtsrats-Sitzung erhalten und trotz der unzumutbar kurzen Zeit geprüft und dann unsere Schlussfolgerungen gezogen", bringt Betriebsratschef Walter Hotz die Nichtteilnahme der ArbeitnehmerInnenvertreter an der Aufsichtsratssitzung am 23. April auf den Punkt. Die Ablehnung wurde zuvor schriftlich deponiert. Eine Beschlussunfähigkeit des Aufsichtsrats wäre die letzte Chance gewesen, mit einer Bedenkzeit den Syndikatsvertrag ordentlich zu verhandeln.

Hier ging es nicht um den Verkauf einer Würstelbude, sondern um eine der wertvollsten Firmen Österreichs. Wirtschaftspolitische Verantwortung sieht anders aus! "Unsere Position ist immer klar gewesen: Der Bund muss bestimmender Eigentümer bleiben, aber wie sich jetzt im Vertrag abzeichnet, ist das nicht der Fall.

"Offenbar wollte man - unter duldender Mitwirkung der Politik - die A1 Telekom Austria unter allen Bedingungen verscherbeln. Mit acht Kapitalvertretern von América Móvil und zwei von der ÖIAG ist Österreich nur noch Juniorpartner. Das war nicht, was wir uns unter einer Partnerschaft auf Augenhöhe vorgestellt haben!"

Die Geschäftsordnung des ÖIAG-Aufsichtsrats sieht vor, dass mindestens 50 Prozent der Mitglieder bei einer Sitzung anwesend sein müssen, um beschlussfähig zu sein. Betriebsrat und Gewerkschaft wollen gemeinsam mit der Arbeiterkammer prüfen, ob die Anwesenheit von sieben Kapitalvertretern überhaupt dem ÖIAG-Gesetz entspricht und der Beschluss gesetzeskonform war.



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