ÖIAG - Matznetter für rasche Neuregelung bei Aufsichtsrat
Telekom: Jetzige Situation ist Folge der Entscheidungen der schwarz-blauen Regierung
SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter hat
heute in einer Pressekonferenz die im Regierungsprogramm vereinbarte
baldige Neuregelung bei der Konstruktion der ÖIAG gefordert. Auch die
jüngsten Vorkommnisse bei der Telekom zeigen, "dass der
ÖIAG-Aufsichtsrat offensichtlich nicht so beschaffen ist, solche
Dinge problemlos zu bewältigen". Die "sonderbare Konstruktion aus der
Schüssel-Grasser-Zeit mit einem sich selbst erneuernden Aufsichtsrat
gehört geändert - der Aufsichtsrat soll, wie überall auf der Welt,
vom Eigentümer, sprich dem Steuerzahler und damit der Republik,
gewählt werden", fordert der SPÖ-Abgeordnete.
In Sachen Telekom wies Matznetter darauf hin, dass die
Grundsatzentscheidung, die Mehrheit bei der Telekom abzugeben, schon
vor Jahren gefallen sei, "als man glaubte, dass Privatisierungen
jedenfalls den Wirtschaftsstandort verbessern". Eine österreichische
Mehrheit an der Telekom werde es nicht mehr geben, so Matznetter,
eine Beschäftigungsgarantie gebe es leider auch nicht. Es sei zu
erwarten, dass die neuen Telekom-Mehrheitseigentümer ihren
Investitionsschwerpunkt in Richtung Osteuropa legen werden, so
Matznetter.