Industrie begrüßt Syndikatsvertrag zwischen ÖIAG und América Móvil
IV-Präsident Kapsch: Standortpolitisch wichtiges Signal in sensibler Phase - ÖIAG und ihre Unternehmen von Politik unabhängig arbeiten lassen
"Die Industrie begrüßt den abgeschlossenen
Syndikatsvertrag zwischen der ÖIAG und América Móvil als Investition
in die Zukunft der Telekom Austria Gruppe. Mit dem Übereinkommen ist
sichergestellt, dass das Unternehmen am Standort Österreich weiter
erfolgreich arbeiten kann und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
der Expansion eine Zukunft haben. Dies ist auch ein standortpolitisch
wichtiges Signal in einer sensiblen Phase", so der Präsident der
Industriellenvereinigung (IV) Mag. Georg Kapsch heute, Donnerstag.
Der Syndikatsvertrag stelle die Basis für den weiteren Wachstumskurs
des Unternehmens, "vor allem im Zukunftsmarkt Zentral- und
Osteuropa", sagte der IV-Präsident.
"Die Telekom Austria sollte sich zu einem wirklichen Akteur im
europäischen Telekom-Markt entwickeln können und dabei gleichzeitig
die Interessen des Standortes Österreich im Auge behalten können.
Dass die Aufrechterhaltung und der Ausbau des Netzwerkes der Telekom
und damit hochqualitativer Breitbandinfrastruktur für Österreich
Vertragsbestandteil ist, hat standortpolitisch hohen Wert", betonte
Kapsch. Die Zeiten, in denen bei notwendigen Zukunftsinvestitionen
für die Telekom oder anderen Betrieben mit Beteiligung der
öffentlichen Hand stets nach dem Staat und somit nach Steuergeldern
gerufen worden sei, müssten vorbei sein. "Aufgabe des Staates ist es
vielmehr, einen modernen standortpolitischen Rahmen vorzugeben, in
dem heimische Leitunternehmen international wettbewerbsfähig bleiben
und damit Arbeitsplätze in Österreich sichern", so der IV-Präsident.
"Die ÖIAG und die unter ihrem Dach stehenden Unternehmen wissen am
besten, welcher Weg für sie am jeweils zukunftsträchtigsten ist.
Partei- oder interessenspolitische Zurufe von außen sind gerade in
der jetzigen standortpolitisch sensiblen Phase weder sinnvoll noch
konstruktiv", erklärte der IV-Präsident. "Die ÖIAG hat sich in den
vergangenen Jahren als Schutzschild gegen politische Begehrlichkeiten
und Einflussnahme von außen bewährt", sagte Kapsch.