Dividendenanhebung trotz schwachen Vorsteuergewinns
Die VIG gab in dieser Woche vorläufige, unkonsolidierte Zahlen für 2013 bekannt. Die Prämieneinnahmen erreichten EUR 9,4 Mrd. Der Rückgang von 4,9% gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gezielte Reduktion des kurzfristigen Einmalerlagsgeschäfts in Polen, die Verringerung des Kfz-Geschäfts in Italien und Rumänien sowie Währungseffekte zurückzuführen. Ohne diese Sondereffekte hätte die VIG ein Prämienwachstum von 2,2% erzielt. Der Vorsteuergewinn wird voraussichtlich rund EUR 350 Mio. und damit etwa 40% weniger als im Vorjahr ausmachen. Unsere Erwartung von EUR 409 Mio. wurde damit deutlich unterschritten. Der Vorsteuergewinn 2013 wurde maßgeblich durch negative Einmaleffekte aus Italien und Rumänien beeinflusst. Ohne diese Sondereffekte wäre der Vorsteuergewinn etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Für eine positive Überraschung sorgte das Management mit seinem Vorschlag, die Dividende trotz geringerer Profitabilität um EUR 0,10 auf EUR 1,30 anzuheben. Wir sind zuletzt von einer Dividende auf Vorjahresniveau ausgegangen (EUR 1,20).
Ausblick
Wir hatten bereits mehrfach auf unsere Erwartung eines sehr schwachen letzten Quartals hingewiesen, daher kam der starke Rückgang des Vorsteuergewinns für uns nicht überraschend. Negative Sondereffekte aus Italien und Rumänien belasten weiterhin. Wir gehen jedoch davon aus, dass das laufende Jahr nicht mehr von diesen außerordentlichen Belastungen beeinträchtigt sein wird, was eine starke Profitabilitätsverbesserung erlauben sollte. Daher raten wir Anlegern, bereits jetzt über das Q4 hinweg auf die Erwartungen für 2014 zu blicken und mögliche Schwächephasen der Aktie in naher Zukunft als Einstiegsgelegenheit zu nutzen. Wir werten die Anhebung der Dividende als positives Signal und bleiben bei unserer Kaufempfehlung für die VIG Aktie.