Markterwartungen im Q3 erfüllt, Ausblick leicht
erhöht
Die Verbund-Zahlen für das dritte Quartal haben die Markterwartungen
erfüllt. Die Wasserführung lag aufgrund des heißen und trockenen Monats
August im Q3 unter dem langjährigen Durchschnitt – in den ersten neun
Monaten 2013 lag sie dennoch um 4% darüber. Gegenüber dem Vorjahr fiel
das operative Ergebnis im dritten Quartal um 3,7% auf EUR 203 Mio., was
in erster Linie auf die niedrigeren Strompreise zurückzuführen ist. Zudem
belasten weiterhin die Gaskraftwerke in einem aktuell extrem ungünstigen
wirtschaftlichen Umfeld die G&V. Das Finanzergebnis litt abermals unter
einem negativen Beitrag der Sorgenia in Höhe von EUR -50,4 Mio. Das
Nettoergebnis ging somit um 47,4% auf EUR 62,2 Mio. zurück. Das
Nettoergebnis der ersten neun Monate beläuft sich auf EUR 510 Mio.
Insgesamt wurde das Ergebnis dieser Periode durch Einmaleffekte im Q2
massiv verzerrt.
Ausblick
Der Ausblick für das Gesamtjahr 2013 konnte leicht angehoben
werden. Der Verbund rechnet nun mit einem EBITDA von EUR 1,25 Mrd.
(bisher EUR 1,15 Mrd.). Unsere Schätzungen werden wir im nächsten
Update voraussichtlich ebenso nach oben anpassen. Die Höhe der
Dividende für 2013 wurde mit EUR 1 pro Aktie bestätigt. Die Entscheidung
über die Zukunft der Gas-Kombikraftwerke in Mellach und Frankreich (Pontsur-
Sambre, Toul) soll in den nächsten Wochen fallen. Neben dem
Einmotten besteht die Möglichkeit des Verkaufs sowie der Schließung. Nach
einem kurzen Aufschwung im September (vor den Wahlen in Deutschland)
sind die Strompreise wieder auf ein – langfristig betrachtet – sehr niedriges
Niveau gefallen. Für das kommende Jahr bedeutet dies einen weiteren
negativen Preiseffekt. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung.