Erstes Quartal besser als erwartet
Die Zahlen zum ersten Quartal wurden leicht über unseren Erwartungen berichtet. Während die Bauleistung auf EUR 2,19 Mrd. gesteigert werden konnte was einem Wachstum von 13,9 % im Jahresvergleich entspricht, viel das EBIT auf EUR -152,7 Mio. Der Rückgang um 10,5 % im Vergleich zum ersten Quartal 2008 ergibt sich aus der weitere gewachsenen Konzernstruktur deren Fixkosten im ersten Quartal aufgrund der Saisonalität des Baugewerbes nicht gedeckt werden können und den darüber hinaus widrigeren Witterungsbedingungen. Der Nettoverlust betrug im ersten Quartal EUR -129,3 Mio. was einem Rückgang um 59,1 % im Jahresvergleich gleich kommt. Dennoch übertrafen EBIT und Nettoverlust unsere noch pessimistischeren Erwartungen von EUR -171,5 Mio und EUR -138,8 Mio. Negativ zu bemerken ist die Veränderung des Nettoauftragseingangs der im Vergleich zu 1Q 08 um fast 53 % zurück ging. Obwohl wir nicht davon ausgehen, dass die Wachstumsrate im weiteren Verlauf des Jahres ähnlich negativ ausfallen wird, ist sie dennoch ein Indikator für klar rückläufige Geschäftsvolumina. In Reaktion auf die besser als erwarteten Quartalszahlen haben wir unsere Schätzung leicht nach oben revidiert. Wir sehen aber weiterhin die Gefahr, dass die verschärfte Wettbewerbssituation nicht nur auf die kalkulatorische Gewinnspanne in laufenden Bieterverfahren drückt, sondern dass STRABAG SE sich in der ersten Phase eines Aufschwungs zusätzlich steigendem Kostendruck in Hinblick auf Rohmaterial und Subunternehmern in Fixpreisverträgen gegenüber sieht. Dadurch kann auch in einem sich freundlicher darstellenden volkswirtschaftlichen Umfeld die Profitabilität weiter unter Druck bleiben.
+ Nummer 1 in Deutschland, Österreich und der MOE-Region
+ Starke eigene Rohstoffbasis
- Bauwirtschaft ist stark von Konjunkturzyklen und im Bereich von Infrastrukturprojekten von Staatsausgaben abhängig.
- Geringere Margen und große Projektvolumina erhöhen das Risiko von Verlusten in einzelnen Projekten
Bewertung und Empfehlung:
Basierend auf verschiedenen Bewertungsmethoden empfehlen erhöhen wir unser Kursziel auf EUR 17,50 von EUR 17,00 und bestätigen unsere „Halten“ Empfehlung.