ATX: Kurzfristige Erholung scheint angesagt
Nach einem neuen Tief zu Beginn der Woche (1.380 Punkte) konnte der ATX kontinuierlich
aufholen, aktuell ist die 1.500 Punkte Marke wieder erreicht. Eine ganze Reihe von
Unternehmensergebnissen wurde in dieser Woche präsentiert. Die SBO gab ihre endgültigen
Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt, die sich jedoch nicht wesentlich von den
bereits bekannt gegebenen unterschieden. Lediglich die Ankündigung einer Dividendenkürzung
(EUR 0,75) sorgte für ein wenig Enttäuschung, die Aktie schloss im Minus (-2,2%). Die RHI
legte – auch von Einmaleffekten geprägte – enttäuschende Zahlen für 2008 vor, die Aktie verlor
8,9%. Ebenfalls enttäuschend waren Quartalszahlen der Zumtobel, die sogar die von uns in
dieser Woche nach unten angepassten Schätzungen verfehlte. Die Aktie gab um 6,3% nach.
Und auch die Österreichische Post konnte die Analystenerwartungen nicht ganz erfüllen.
Abschreibungen auf Firmenwerte und im Finanzergebnis (BAWAG PSK) führten zu einem
überraschenden Rückgang im Nettoergebnis. Die Ankündigung, wieder eine Sonderdividende
ausschütten zu wollen, führte jedoch zu einem Kursanstieg, der die Verluste zu Beginn der
Woche fast wettmachte. Die AUA brachte heute Zahlen, die nicht sonderlich überraschten, auf
Wochensicht zählte die Aktie jedoch ebenfalls zu den Verlierern (-7,9%).
Insgesamt kann man sagen, dass in dieser Woche vor allem die Zykliker unter Druck standen.
Die Gewinner der Woche waren eindeutig die Banken, die 26,6% (Erste Group) bzw. 16,7%
(Raiffeisen Int.) zulegen konnten. Aber auch die Energieaktien Verbund und OMV schlossen im
Plus. In der nächsten Woche geht es weiter mit Zahlen von Wienerberger, Mayr-Melnhof und
Wolford. All zuviel können wir uns momentan nicht erwarten, nach wie vor sind die
Unternehmensergebnisse eher von negativen Überraschungen geprägt. Kurzfristig schaut es
aber nicht so schlecht aus. Der ATX profitiert aktuell von den guten internationalen Vorgaben.
Eine kurzfristige Erholung scheint angesagt.