Erste Bank wird Schätzungen noch weiter zurücknehmen
STRABAG gab diese Woche überraschenderweise vorläufige Zahlen für 2008 bekannt.
Demnach stieg die Bauleistung um 28% auf EUR 13,74 Mrd. unterstützt durch Akquisitionen,
was rund 2,5% über unserer Schätzung lag. Der Auftragsbestand fiel mit EUR 13,25 Mrd.
allerdings enttäuschend aus und war gegenüber 30. September erstmals um 5% rückläufig –
trotz Zukäufen. Es war dies großteils eine Folge von massiven Auftragsstornierungen im
Segment Hoch- und Ingenieurbau in Russland (-32% zum Vorquartal auf EUR 1,38 Mrd.). Aber
auch in den übrigen Ländern Zentral- Osteuropas stagnierte der Auftragsbestand zum
Vorquartal, oder ging leicht zurück, mit der positiven Ausnahme von Polen (+7% auf EUR 1,19
Mrd.).
STRABAG erwartet nun für 2009 nur mehr ein leichtes Wachstum (nach zuvor 20%) und wird,
wie wir glauben, spätestens mit Bekanntgabe der endgültigen Jahreszahlen am 30. April, auch
die Erwartungen für den operativen Gewinn senken. Der schwache Auftragseingang im Hochund
Ingenieurbau ist nicht völlig überraschend, allerdings rechneten wir in unserer letzten
Analyse nicht mit so deutlichen Auftragsstornierungen. Obwohl unsere letzten Schätzungen
bereits unterhalb des Unternehmensausblicks angesiedelt waren, werden wir diese weiter
zurücknehmen und bleiben für die Aktie vorerst weiter vorsichtig.