ATX: Von einer endgültigen Bodenbildung zu sprechen ist noch etwas zu früh, aber die ersten Anzeichen sind erkennbar
Rein charttechnisch hat sich für den österreichischen Leitindex seit letzter Woche nicht viel
getan. Wie erwartet ging es die meiste Zeit seitwärts, letztendlich stand ein leichtes Minus von
0,7% zu Buche. Aktuell „kämpft“ der ATX mit seinen kurzfristigen gleitenden Durchschnitten.
Die Moving Averages der letzten 10, 20 und 50 Tage liegen mit dem ATX aktuell fast auf einer
Höhe. Momentan stoßen wie aber an der Trendlinie, die wir auf die Zwischenhochs von
November letzten Jahres und Jänner legen.
Die markttechnischen Indikatoren sind im Vergleich zu letzter Woche fast unverändert. MACD
steht auf Kaufen, der RSI ist neutral, und das Momentum pendelt weiterhin um die Nulllinie,
befindet sich aber momentan sogar im positiven Bereich. Der DMI gibt momentan kein Signal
und so vermissen wir jegliche Bestätigung. Bei wöchentlicher Betrachtung fallen uns der
positive MACD, der den überverkauften Bereich verlassende RSI auf, sowie ein Momentum,
das sich zwar noch im negativen Bereich befindet, jedoch stark nach oben tendiert.
Nach wie vor sehen wir die weitere Entwicklung eher neutral. Der ATX verliert weiterhin an Vola
und geht in eine Seitwärtsbewegung über. Von einer endgültigen Bodenbildung zu sprechen ist
vielleicht noch etwas zu früh, aber die ersten Anzeichen sind schon erkennbar. Nach oben hin
müssten zunächst die 1.800 Punkte Marke und dann der Widerstand bei 1,900 Punkte
genommen werden, was aber kurzfristig auch eher unwahrscheinlich scheint. Unsere wichtigste
Unterstützung bleibt der Tiefstand knapp unter 1,500 Punkten, bei Unterschreiten befänden wir
uns – ohne nennenswerte Unterstützungen – im freien Fall. Ein Pendeln zwischen 1,600 und
1,800 Punkten scheint uns in der nächsten Woche am wahrscheinlichsten.