ATX: Mehr als eine Seitwärtsbewegung ist in naher Zukunft nicht zu erwarten
Der ATX hat in der abgelaufenen Woche 0,7% verloren und lag damit annähernd unverändert.
Dieses Bild täuscht allerdings etwas, da zwischen den Sektoren starke Unterschiede
vorherrschen. Während Finanzwerte weiter unter Druck bleiben (Erste Group: -8,1%, VIG: -
7,4%), performen industrielle Firmen mit stabiler Finanzierung derzeit eindeutig besser. So
konnte SBO in dieser Woche um 16,0% zulegen, Andritz um 8,2% und Zumtobel um 8,0%. Bei
all diesen Firmen sehen die Charts schon eindeutig in Richtung geglückter Bodenbildung aus,
wohingegen sich vor allem Bankenwerte - die ja im ATX stark gewichtet sind - nach wir vor
ohne Aufwärtsimpulse präsentieren. Newsseitig war aufgrund der Semesterferienwoche in
Ostösterreich wenig los, einzig voestalpine veröffentlichte eine Gewinnwarnung, die aber am
Markt nicht mehr für allzu große Verwunderung gesorgt hat. Ein wesentliches Highlight
research-seitig war die Veröffentlichung unseres umfangreichen Analyse-Berichts zum Thema
"Erneuerbare Energien". Hier haben wir von den österreichischen Aktien ganz klar Andritz und
Verbund als zwei Kaufempfehlungen inkludiert, aber auch EVN zählt hier sicher auch zu den
Top Picks. Gerade dieser Sektor wird von staatlichen Investitionsprogrammen zusätzlich
profitieren, da hier mit Invesitionen sowohl Arbeitsplätze geschaffen werden können, als auch
die Energieunabhängigkeit des eigenen Landes erhöht werden kann. Wir sehen diesen Bereich unter
den Aktien als einen der zukunftsträchtigsten derzeit.
Was kann man in der nächsten Woche erwarten? Der ATX sieht derzeit relativ kraftlos aus
insgesamt, mehr als eine Seitwärtsbewegung ist daher in naher Zukunft nicht zu erwarten. In
der nächsten Woche berichten Teak Holz, Pankl Racing (Q1), S&T und Wienerberger (jeweils
vorl. 2008). Man kann hier eigentlich wenig positive Impulse erwarten. Daher wird die nächste
Woche vor allem von (1) internationalen Vorgaben, und (2) Makro-News bzw.
Währungsentwicklungen in Osteuropa bestimmt sein. Attraktiv für Zukäufe erscheinen uns
derzeit Andritz, Verbund, Intercell, EVN, Vienna Insurance Group, OMV, Kapsch TrafficCom,
aber auch Zumtobel. Auch der Immoaktien-Sektor dürfte sich mittlerweile eindeutig stabilisiert
haben.