ATX: Nach Sell-off würde wahrscheinlich auch ein Rebound sehr heftig ausfallen
Der ATX befindet sich weiterhin im freien Fall. In dieser Woche büßte Österreichs
Leitindex um 18,3% ein, und das bei relativ hohem Volumen. Die Unterstützung bei
2.510 Punkten hat wie befürchtet nicht gehalten, und auch die psychologisch so
wichtige 2.000 Punkte Linie erwies sich als zu schwach. Aktuell kämpft der ATX
beim Stand von 1.935 Punkten mit der 23,6% Linie des Fibonacci.
Nahezu alle markttechnischen Indikatoren (MACD, Momentum, RSI, DMI) stehen
auf short, sowohl kurz- als auch langfristig schaut es katastrophal aus. Obwohl ein
Boden noch nicht sichtbar ist, sprechen doch schon langsam einige Gründe dafür,
dass dieser bald erreicht ist. Der erste wäre, dass viele Indikatoren (vor allem der
RSI mit unter 20) schon massiv überverkauft sind. Zweitens befinden sich viele
Indikatoren auf historischen Tiefständen (wie beispielsweise MACD oder
Momentum). Des Weiteren hat auch der ATX heute ein Gap gebildet, welches
meistens sehr schnell wieder geschlossen wird (ironischer Weise müssen wir
hoffen, dass es sich sogar um ein sogenanntes "Island-Gap" handelt, d.h. ein
Kurs(-verlauf), der nach beiden Seiten von Lücken umgeben ist). Daneben besteht
auch die Hoffnung, dass die heutigen Schlusskurse entweder einen "Hammer" oder
einen "Bullishen morning doji star" ausbilden, die ebenfalls Umkehrsignale wären.
Nach so einem Sell-off würde wahrscheinlich auch ein Rebound sehr heftig ausfallen.
Und dann hätten wir eine schöne V-Formation, gegen die wir nichts einzuwenden
hätten. Eines ist gewiss: bei Null wäre sowieso Schluss, d.h. je weiter wir
fallen, desto näher sind wir dem Ende (und zwar hoffentlich dem Ende der Abwärtsbewegung).