Erste Bank senkt Empfehlung von Kaufen auf Akkumulieren
Aufgrund eines sich weiter abschwächenden konjunkturellen Umfeldes
haben wir unsere Kaufempfehlung für Andritz auf Akkumulieren zurück genommen.
In Summe haben die Zahlen von Andritz zum ersten Halbjahr 2008 bereits ein
gemischtes Bild gezeigt. Sowohl die Wasserkraftsparte als auch die Stahldivision
(Walz- und Bandbehandlungsanlagen) konnten durch deutlich zweistelliges Wachstum
beim Auftragseingang überzeugen. Die übrigen Bereiche jedoch lieferten
deutlich schwächeres Wachstum. Wir sehen den jüngsten Einbruch der wesentlichen
Preise für Rohstoffe als deutliches Signal für eine schwächere wirtschaftliche
Entwicklung der für Andritz wichtigen Emerging Markets.
In den kommenden Quartalen erwarten wir uns daher eine abschwächende Dynamik
des Auftragseingangs von Andritz. Innerhalb der Segmente sollte die
Wasserkraftsparte durch weiter steigende Auftragseingänge in 2009 stabilisierend
wirken. Aufgrund der flexiblen Kostenstruktur der Andritz Gruppe erwarten wir in
Summe eine stabile Ergebnissituation für 2009 und 2010. Über den Zyklus betrachtet
bleibt Andritz aus unserer Sicht hoch attraktives Investment durch (1) eine
attraktive Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 40% (2) ein exzellentes
Management Team, dass die Divisionen von Andritz hervorragend strategisch
positioniert hat.
In unserer aktuellen Analyse haben wir unter Berücksichtigung eines schwächeren
Umfeldes unsere Gewinnschätzungen je Aktie für 2008 von EUR 3,23 auf EUR 3,21
sowie für 2009 von EUR 3,64 auf EUR 3,05 gesenkt. Unser Kursziel haben wir von
EUR 54,4 auf EUR 45,8 gesenkt. Unsere Empfehlung haben wir von Kaufen auf
Akkumulieren zurück genommen.