Erste Bank erwartet nicht allzu viel von der kommenden Handelswoche
Aktuell beherrschen ein weiter sinkender Ölpreis sowie ein sich gegenüber dem US
Dollar weiterhin abschwächender EURO das Marktgeschehen. Allerdings konnte
der fallende Ölpreis die Aktienmärkte nur kurzfristig beflügeln, da die sinkenden
Rohstoffpreise vermehrt als Signal der sich abschwächenden Konjunktur gesehen
werden. Nach einer positiven Kursentwicklung Ende August gab der ATX in der
ersten Septemberwoche wieder deutlich um rund 3.8% nach. Ohne wesentlichen
Newsflow legte die Aktie von bwin gegen den Markttrend deutlich um 8,8% zu.
Auch Papiere von Zumtobel (+6,6%) waren gefragt nachdem der Titel bereits seit
Jahresbeginn deutlich verloren hat. Aber auch die Telekom Austria konnte sich in
einem schwachen Markt mit +2,2% gut behaupten. Dem gegenüber führt die
voestalpine mit einem deutlichen Minus von -9,5% die Liste der Verlierer an. Hauptverantwortlich
dafür sind gestiegene Sorgen des Marktes in Bezug auf die Stahlkonjunktur.
Entsprechend dem deutlich gesunkenen Ölpreis gaben auch die Papiere
der OMV mit einem Verlust von 7,6% deutlich nach. Aber auch der Verbund als
indirekter Profiteur hoher Ölpreise gab mit 6,6% doch recht deutlich nach. Nach
dem Auslaufen der Berichtssaison wird der fundamental Newsflow in der kommenden
Woche gering sein. Daher wird sich das Hauptaugenmerk der Märkte auf
Makroindikatoren richten, die im Moment kaum positive Signale geben. In Summe
erwarten wir daher nicht allzu viel von der kommenden Handelswoche.