ATX: Ausblick bleibt in Anbetracht des schwachen Umfeldes weiterhin verhalten
Angesichts der weiterhin hohen Inflation im Euro-Raum (bereits 4% im Juni) sah sich die
EZB diese Woche gezwungen den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25% anzuheben.
Die Preise für Energie und andere wichtige Rohstoffe befinden sich weiterhin, trotz einer
sich abzeichnenden konjunkturellen Abkühlung, im steigen. In Summe also nach wie vor
ein denkbar ungünstiges Umfeld für Aktien. Daher setzte der ATX diese Woche seine nun
schon 6 Wochen andauernde Talfahrt mit einem Verlust von 1,7% fort. Wie in der
vergangenen Woche ist auch diese Woche die Zahl der ATX-Aktien mit einer positiven
Performance (4 an der Zahl) gering. Deutlich positiv konnte sich Telekom Austria, im
allgemeinen Sog des europäischen Telekomsektors, mit einem Plus von 6,9% entwikkeln.
Mit einem Plus von jeweils 1,6% sowie 1,3% konnten sich auch die Papiere von Erste
Bank und OMV etwas erholen. Die Liste der Verlierer dagegen ist deutlich Umfangreicher
(16 Titel) und wird wie in der letzten Woche von zyklischen Werten angeführt. Den
deutlichsten Abschlag (-13,9%) musste diese Woche Zumtobel hinnehmen. Grund dafür
ist im Wesentlichen der vorsichtigere Ausblick des Managements für das Geschäftsjahr
2008/09. Aber auch viele andere Industrie- und Maschinenbau Titel wie Wienerberger (-
13,7%), voest (-10,2%), RHI (-9,1%), Andritz (-8,2%) und Palfinger (-6,1%) erfreuen sich
weiterhin nur sehr geringer Beliebtheit. Nächste Woche wird Alcoa in den USA die
Berichtssaison eröffnen und am Donnerstag wird Agrana Zahlen für das erste Quartal
2008/09 berichten. Es bleibt abzuwarten, ob die nun beginnende Berichtssaison den
Märkten Unterstützung bieten kann oder ob operative Enttäuschungen zusätzlich Druck
auf die Indizes ausüben werden. Unser Ausblick bleibt in Anbetracht des schwachen
Umfeldes weiterhin verhalten. Wir denken jedoch, dass es nächste Woche zu einer
leichten Erholung kommen könnte.