Erste Bank rechnet eher weiterhin mit einer schwachen Performance der Märkte
Das weiterhin hohe Niveau der Energiepreise sowie die anhaltende Unsicherheit resultierend
aus der Finanzkrise wirkten sich auch diese Woche negativ auf das Marktgeschehen
aus. Nach einer bereits äußerst schwachen Vorwoche (-3.0%) gab der ATX diese Woche
abermals (-1.0%) nach. Der Aufwärtstrend der Energiepreise spiegelte sich diese Woche
am deutlichsten in der Performance der Verbund Aktie wider (+11.4%), die derzeit von
einem Rekordniveau zum nächsten eilt. Strabag (+6.4%) wurde angetrieben von neue
positiven Euroconstruct Prognosen die weiterhin starkes Wachstum im Hoch- und
Ingenieurbau vor allem in Osteuropa erwarten lassen. Auch Intercell (+6.3%) konnte mit
positivem Newsflow (Antrag auf Markzulassung für Japanische Enzephalitis in Kanada
eingebracht) die Anleger überzeugen. Die Aktie von Wienerberger gab diese Woche
hingegen um 7.4% nach. Hauptgrund dafür ist die weiterhin schwache Entwicklung des
US und UK Häusermarktes (die jedoch nur von geringer Bedeutung für Wienerberger sind).
Auch Telekom Austria (-6.3%) sowie OMV (-4.2%) fanden sich auf der Verliererseite. Die
OMV dürfte unter Drohungen der Rumänischen Regierung, den Verkauf der Mehrheit der
Petrom an die OMV erneut überprüfen zu wollen, gelitten haben. In Bezug auf Newsflow
wird die nächste Woche ruhig sein. Lediglich die Zahlen für das erste Quartal 2008/09 wird
Bene berichten. In Bezug auf den Ausblick können wir nur unsere Einschätzung von letzter
Woche wiederholen. Die hohen Energiepreise, der starke Euro sowie die hohe Inflation
wirken weiterhin belastend auf die an sich fundamental günstig bewerteten Aktienmärkte.
Ohne eine Änderung dieser wesentlichen Parameter rechnen wir daher weiterhin mit einer
eher schwachen Performance der Märkte.