Verringerte Zyklizität
Die Andritz AG mit Firmensitz in Graz ist ein international tätiges
Technologieunternehmen im Anlagenbau. Mit rund 12.000 Mitarbeitern in
35 Produktionsstandorten und 120 Tochtergesellschaften erwirtschaftete das
Unternehmen einen Jahresumsatz von EUR 3,6 Mio. in 2007. Andritz produziert u.a.
Anlagen für die Papier- und Zellstoffindustrie und die Stahlbranche. Ein weiteres
Segment, welches vor allem durch die in 2006 erfolgte Akquisition der VA Tech Hydro
an Bedeutung gewonnen hat, ist die Herstellung von Komponenten für
Wasserkraftwerke.
Das Auftragsbuch erhöhte sich im Gesamtjahr 2007 auf ein Rekordniveau von
EUR 3,8 Mio. wodurch ein solides Umsatzwachstum für 2008 in unseren Augen
gesichert ist. Durch die stark positive Entwicklung der Wasserkraftsparte, welche
weniger den konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt sein sollte, sehen wir Andritz
heute stärker positioniert als im letzten Abschwung von 2001 bis 2002. Wir erwarten
eine weitere Ergebnisverbesserung für 2008 mit einer EBITA Marge von 6,7 % im
Vergleich zu 6,0 % in 2007.
+ Wachsender Umsatzanteil bei erneuerbarer Energie (u.a. Wasserkraft)
+ Starkes Exposure zu Emerging Markets, insbesondere Asien und Südamerika
+ Durch steigende Bedeutung des Service Bereichs wird Margenverbesserung erwartet
+ Relativ stabile Profitabilitätsentwicklung auch in wirtschaftlich schwachen Phasen
+ Vergangene Integrationserfolge nach Akquisitionen lassen auf schnelle Eingliederung
der VA Tech Hydro schließen
- Verlangsamtes Weltwirtschaftswachstum hätte negative Auswirkungen auf die
Umsatzentwicklung von Andritz
- Die langen Projektlaufzeiten können zu Kostenüberschreitungen führen
Bewertung und Empfehlung:
In einem sehr vorsichtigen Bewertungsszenario, welches
einen Wirtschaftsabschwung einpreist errechnen wir ein Kursziel von EUR 43,0, das
deutlich über dem aktuellen Kurs liegt. Da Andritz auch im Peer Group Vergleich klar
unterbewertet ist bestätigen wir unsere Kaufempfehlung.