SEZ Gruppe im dritten Quartal 2005
- Auftragseingang 11 Prozent über Vorquartal
- Umsatzerwartung für Gesamtjahr 2005 leicht erhöht
- Anhaltender Margendruck in den nächsten Quartalen
Die SEZ Gruppe (SWX Swiss Exchange: SEZN) verzeichnete im dritten Quartal 2005 eine Zunahme des Auftragseingangs gegenüber dem Vorquartal um 10,6 Prozent auf CHF 70,3 Mio. und übertraf erneut die Marktentwicklung. Der Nettoumsatz entsprach CHF 74,7 Mio. Das Betriebsergebnis (EBIT) für das dritte Quartal betrug CHF 0,3 Mio. und der Reingewinn lag bei CHF 0,6 Mio.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2005 steigerte die SEZ Gruppe den Nettoumsatz leicht auf CHF 231,2 Mio. (9 Monate 2004: CHF 229,1 Mio.). Bei einem Auftragseingang von CHF 202,9 Mio. (CHF 246,8 Mio.) lag die Book-to-Bill-Ratio bei 0,88. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug mit CHF 6,6 Mio. 2,8 Prozent des Nettoumsatzes (EBIT-Marge.), und der Reingewinn entsprach CHF 6,9 Mio. bzw. 3,0 Prozent des Nettoumsatzes.
Mit rund 65 Prozent stammte der grösste Umsatzanteil aus dem Verkauf von Systemen zur nasschemischen Bearbeitung von Wafern mit einem Durchmesser von 300 mm. Auch die innovativen Systeme der Da Vinci-Plattform entwickelten sich erfreulich. Rund 55 Prozent der verkauften SEZ-Anlagen waren aus der vielseitigen und erfolgreichen Da Vinci-Familie. Mit Blick auf die geografische Entwicklung ist die erfreuliche Zunahme der Nachfrage aus dem japanischen Markt hervorzuheben.
Umsatzerwartung 2005 leicht erhöht – anhaltender Margendruck in den nächsten Quartalen
SEZ geht im laufenden Quartal von einem stabilen oder leicht steigenden Auftragseingang aus. Aus diesem Grund erhöht das Management die bisherige Erwartung für den konsolidierten Nettoumsatz 2005 von rund CHF 300 Mio. auf CHF 305 Mio. Entgegen der früheren Erwartung wird die Rentabilität als Folge des anhaltenden Preisdrucks und der hohen Kosten für die Marktpenetration trotz der bereits realisierten Reduktion der Herstellkosten auch in den nächsten Quartalen belastet bleiben.
Um dem zunehmenden Druck auf die Herstellkosten von Wafern mit Strukturbreiten unter 90nm zu begegnen, müssen die führenden Mikrochipproduzenten herkömmliche Nassätzbänke auch bei Commodity-Anwendungen im Bereich der Nassätzprozesse durch neue Einzelscheibenlösungen ersetzen. Um diesen Prozess aktiv zu begleiten, investiert SEZ konsequent in die Entwicklung eines kompletten Portfolios für Single Wafer Wet Processing. Diesem kostenintensiven Prozess steht ein markantes Umsatzpotenzial gegenüber. Ab dem Jahr 2008 kann die Umsatzschwelle von CHF 500 Mio. überschritten werden. Der Economies-of-Scale-Effekt unterstützt dabei steigende Margen.