SEZ - SEZ Gruppe nach sechs Monaten 2005

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SEZ Gruppe nach sechs Monaten 2005

- Hoher Umsatz für erstes Halbjahr bestätigt – Erwartung für das Gesamtjahr von rund CHF 300 Mio.
- Rentabilität durch intensive Marktpenetration belastet
- Nachhaltige Margenverbesserung im vierten Quartal erwartet

Die SEZ Gruppe (SWX Swiss Exchange: SEZN) steigerte den konsolidierten Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2005 um 7,5 Prozent auf CHF 156,4 Mio. (1. Halbjahr 2004: CHF 145,5 Mio.). Für die ersten sechs Monate resultiert ein Betriebsgewinn (EBIT) von CHF 6,2 Mio. (CHF 23,9 Mio.). Die EBIT-Marge betrug 4,0 Prozent (16,4 %). Der konsolidierte Rein­gewinn entsprach mit CHF 6,2 Mio. (CHF 16,2 Mio.) CHF 0.38 je Aktie (EPS). In der Berichtsperiode verzeichnete die SEZ Gruppe Auftragseingänge in der Höhe von CHF 132,6 Mio. (CHF 163,7 Mio.). Der Rückgang der Rentabilität begründet sich primär durch die Intensivierung der Marktbearbeitung sowie durch den anhaltenden Preisdruck. Vor diesem Hintergrund hat sich SEZ entschieden, Teile der Produktion in die neuen osteuropäischen EU-Länder auszulagern. Dieser Schritt in Verbindung mit wesentlichen Optimierungen im Supply Chain Management und in der System-Konfiguration ermöglicht Kostenreduktionen, die im dritten Quartal 2005 noch durch Kosten der intensiven Marktpenetration belastet sein werden. Im vierten Quartal 2005 wird eine spürbare Erholung der Margen erwartet. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet die SEZ Gruppe mit einem konsolidierten Nettoumsatz von rund CHF 300 Mio.

Die Umsatzentwicklung nach Regionen widerspiegelt die geografische Verteilung der gegenwärtigen Projekte grosser Mikrochipproduzenten. Stärkste Region war mit 61,4 Prozent (58,5%) Umsatzanteil der asiatisch-pazifische Markt. Zweitstärkste Region war - hauptsächlich aufgrund von Auslieferungen im ersten Quartal 2005 - Europa mit einem Umsatzanteil von 25,4 Prozent (10,4%). Der Anteil des japanischen Markts ging auf 6,6 Prozent (25,4%) des Nettoumsatzes zurück, wobei der Auftragseingang im 2. Quartal aus Japan stark zunahm. Der amerikanische Markt steuerte ebenfalls 6,6 Prozent (5,7%) zum Gruppenumsatz bei. Mehr als 60 Prozent des Equipment-Umsatzes wurden mit der Da Vinci-Produktlinie generiert. Knapp 70 Prozent des Equipment-Umsatzes betrafen Anlagen für die Produktion von 300-mm-Wafern. Insgesamt wurden 93 Prozent des Umsatzes mit Equipment zur nasschemischen Waferbearbeitung und 7 Prozent im Service- und Ersatzteilbereich erzielt.

In den ersten sechs Monaten verzeichnete die SEZ Gruppe Auftragseingänge in der Höhe von CHF 132,6 Mio. (CHF 163,7 Mio.). Der Auftragsbestand am 30. Juni 2005 betrug CHF 53,8 Mio. (CHF 88,2 Mio.), das Verhältnis zwischen Aufträgen und Umsatz (Book-to-Bill-Ratio) ergab 0,85 (1,13). Drei Viertel der bestellten Systeme sind für den Einsatz in 300-mm-Produktionen vorgesehen. Mehr als die Hälfte der Aufträge betrafen die neue Da Vinci-Plattform.

Der Technologiewandel im nasschemischen Reinigungsbereich der Mikrochipproduktion von der Mehrscheiben- zur Einzelscheibenbearbeitung hat sich im ersten Halbjahr 2005 weiter beschleunigt. Der SEZ Gruppe ist es in den ersten sechs Monaten 2005 gelungen, die Single-Wafer-Technologie in der Volumenproduktion von Speicherchips (DRAM) zu etablieren. Ein strategisch wichtiger Erfolg war der Entscheid eines bedeutenden koreanischen Speicher­chipherstellers, mit der Ablösung der bisher eingesetzten Mehrscheibentechnologie durch SEZ-Einzelscheibentechnologie zu beginnen. Mit dem Auftrag der japanischen Elpida Memory Inc. hat sich ein weiterer bedeutender Speicherchiphersteller entschieden, SEZ Spin-Prozessoren in der DRAM-Fertigung einzusetzen.

Mit der Entwicklung neuer Produkte für kritische Reinigungsschritte und das Entfernen von Photolacken, die ab 2006 zum Gruppenumsatz beitragen sollen, kann SEZ ihren aktuell adressierbaren Markt verdoppeln. Unabhängige Marktbeobachter rechnen derzeit für das Gesamtjahr 2005 mit einem bis zu 10-prozentigen Rückgang des Marktvolumens im Segment für nasschemische Reinigungsschritte. Aufgrund der Marktposition sowie der Fokussierung auf den Ausbau ihres Marktanteils erwartet die SEZ Gruppe, auch in diesem Jahr die Gesamtmarktentwicklung zu übertreffen und ihren Anteil im Gesamtmarkt für Nassprozessanlagen von derzeit 15 Prozent weiter auszubauen.



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