Tojners Asta Energy feiert fulminantes Börsendebüt

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Tojners Asta Energy feiert fulminantes Börsendebüt


Erster Kurs 46 Prozent über dem Ausgabepreis - Vorstandschef: "Öffnen neues Kapitel" -Ausbau der Produktion und Recycling-Kapazitäten geplant



Der österreichische Kupferspezialist Asta Energy Solutions, der dem österreichischen Industriellen Michael Tojner gehört, ist bei seinem Debüt an der Frankfurter Börse mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der erste Kurs wurde am Freitag mit 43,00 Euro festgestellt, 46 Prozent über dem Ausgabepreis von 29,50 Euro. Im weiteren Verlauf bröckelte der Kurs etwas ab und notierte am Vormittag bei rund 40 Euro.

Asta-Chef Karl Schäcke läutete die Glocke zum ersten Börsengang des Jahres in Frankfurt. "Mit dem IPO öffnen wir ein neues Kapitel." Asta habe nun die Mittel, das Wachstumstempo in den nächsten Jahren zu erhöhen und kräftig in den Ausbau der Produktion zu investieren.

Das Unternehmen mit Sitz in Oed im Süden von Wien ist ein wichtiger Zulieferer für die Energiewende. Mit rund 1.400 Mitarbeitern fertigt Asta Energy weltweit an sechs Standorten, darunter Indien und China, Kupferkomponenten. Diese werden in Hochspannungstransformatoren, Generatoren und zunehmend auch in Rechenzentren verbaut. Aus dem Börsengang fließen der Firma 125 Mio. Euro über eine Kapitalerhöhung zu, die vor allem in den Ausbau der Kapazitäten in allen Regionen gesteckt werden sollen. Weitere Mittel sollen in die Recycling-Sparte in Brasilien und Europa sowie in die Schuldentilgung bei der bisherigen Muttergesellschaft Montana fließen.

Pläne für Standort in den USA

Mehrheitsaktionär von Asta bleibt der österreichische Unternehmer Tojner mit knapp 55 Prozent. Er stellte beim Börsengang eine Expansion in die USA in Aussicht: "Mit der soliden Eigenkapitalbasis werden wir die nächsten Schritte gehen - in Recyclingkapazitäten investieren und vielleicht sogar eine Anlage in den USA eröffnen." Tojner ist in Deutschland auch als Großaktionär des Batterieherstellers Varta bekannt.

Außerdem tritt der deutsche Energietechnikkonzern Siemens Energy als Ankerinvestor auf. Er hatte sich verpflichtet, Aktien im Wert von rund 25 Mio. Euro zu zeichnen, was rechnerisch einem Anteil von rund sechs Prozent entspricht. Insgesamt hatte Asta bereits im Voraus für knapp ein Drittel der Anteile Zusagen vorliegen. Der Streubesitz liegt nach der Zuteilung bei rund 39 Prozent. Die Aktien waren bereits am oberen Ende der Angebotsspanne zugeteilt worden. Das Emissionsvolumen beläuft sich damit auf 190 Mio. Euro.

sag/mjk

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