BWB genehmigt Übernahme von 23 Unimarkt-Filialen durch Spar
Aber Auflagen für 17 Standorte
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB)
hat die Übernahme von 23 ehemaligen Unimarkt-Filialen durch Spar
genehmigt. Bei 17 wurden Auflagen erteilt, bei 6 nicht. Das teilte
die BWB am Donnerstag mit. Spar verpflichtet sich demnach u.a., dass
17 konkret genannte Standorte langfristig - 10 bzw. 20 Jahre - von
selbstständigen Spar-Kaufleuten betrieben werden.Diese 17 Kaufleute-Filialen können weitgehend eigenständig über
Preise und Sortimentsauswahl entscheiden, was den Wettbewerb stärke,
so die BWB. An 7 der 17 Auflagenstandorte verpflichtet sich Spar
zudem, in den kommenden 20 Jahren keine weiteren
Lebensmitteleinzelhandelsstandorte zu erwerben, die innerhalb eines
Radius von fünf Autofahrminuten liegen, sofern diese unter den
gesetzlichen Anmeldeschwellen liegen. Das betrifft die Standorte
Adnet, Gallneukirchen, Graz/Waltendorf, Hellmonsödt, Kuchl,
Sebersdorf und Steyr/Christkindl.
Lange Dauer der Auflagen soll Wettbewerb sichern
"Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel ist sehr hoch,
gleichzeitig geht es hier um die Nahversorgung in den betroffenen
Gemeinden und das Fortbestehen der regionalen Lieferanten", betonte
BWB-Generaldirektorin Natalie Harsdorf in einer Aussendung. Die
lange Dauer der Auflagen wirke sich positiv auf den Wettbewerb aus,
"da sie unter anderem die Situation von unabhängigen Kaufleuten
sichert".
Der Lebensmittelhändler Unimarkt mit Sitz in Traun hatte im
September 2025 angekündigt, sich vom Markt zurückzuziehen. Einige
Filialen wurden bereits geschlossen. Die Rewe-Gruppe möchte 21 der
gut 90 Unimarkt-Filialen übernehmen, 13 davon in Oberösterreich,
sechs in der Steiermark und zwei in Niederösterreich. Die
Entscheidung der BWB dazu dürfte am Freitag bekanntgegeben werden.
ver/cri
WEB http://www.spar.at
http://www.bwb.gv.at
ISIN AT0000609607
WEB http://www.porr-group.com