illwerke vkw AG will in Vorarlberg Batteriegroßspeicher errichten
Im Rahmen einer Anpassung der "Strategie 2040" -
Vorstandsvorsitzender Christof Germann zieht sich in der
zweiten Jahreshälfte 2026 zurück
Der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw
plant die Errichtung eines Batteriegroßspeichers im Bundesland. Das
hat der Aufsichtsrat am Freitag einstimmig beschlossen. Details zu
einem allfälligen Projekt würden aktuell geprüft, hieß es. Ebenfalls
in der Aufsichtsratssitzung kündigte Vorstandsvorsitzender Christof
Germann seinen Rückzug an. Der 1962 geborene Germann wird in der
zweiten Hälfte des nächsten Jahres seinen Hut nehmen.Der Aufsichtsrat habe am Freitag seine "Strategie 2040"
einstimmig angepasst, hieß es in einer Aussendung von illwerke vkw.
"Die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen begünstigen
zunehmend den Einsatz von Batteriegroßspeichern", stellte
Vorstandsmitglied Gerd Wegeler fest. Um bis 2040 alle Endkunden in
Vorarlberg und in der deutschen Region Westallgäu mit erneuerbarer
Energie aus eigener Erzeugung versorgen zu können, "benötigen wir
ein zusätzliches Regelarbeitsvermögen von rund 1.000
Gigawattstunden", so Wegeler. Diese Energie soll unter anderem durch
den Zukauf vor allem von Windparks in Deutschland bereitgestellt
werden. Durch die gleichzeitige Errichtung eines
Batteriegroßspeichers in Vorarlberg mit einer Kapazität von 400
Megawattstunden sei es möglich, die notwendige Flexibilität
sicherstellen.
Germann teilte dem Aufsichtsrat am Freitag mit, "dass ich meine
Funktion im Vorstand im Laufe des zweiten Halbjahres 2026,
spätestens jedoch zum 31. Dezember 2026 beenden werde". Germann
gehört dem Vorstand seit 2005 an, Ende 2024 war sein Mandat um
weitere fünf Jahre verlängert worden. Es sei nun der richtige
Zeitpunkt, die Aufgabe in jüngere Hände zu legen, so Germann.
Aufsichtsratsvorsitzender Ludwig Summer merkte an, es sei schon bei
Germanns Wiederbestellung Anfang 2025 akkordiert worden, "dass
Christof Germann nicht die gesamte Periode zur Verfügung stehen
wird." Die Vorstandsfunktion werde Ende Oktober ausgeschrieben, eine
Entscheidung werde Anfang 2026 getroffen werden.
Wegelers Vorstandsmandat läuft bis 2028. Seit 1. Juli
komplettiert Quido Salzmann den Vorstand der illwerke vkw AG. Die
Erweiterung des Vorstands auf drei Personen war im März beschlossen
worden. Grund dafür war die auf Wachstum ausgerichtete Strategie des
Unternehmens. So sollen etwa bis 2040 9 Mrd. Euro investiert werden.
jh/fel
ISIN AT0000824503
WEB https://www.illwerkevkw.at/
ISIN AT0000652011
WEB http://www.erstegroup.com