Preiserhöhungen ließen Manner-Umsatz im 1. Halbjahr steigen
Manner-Vorstand: Kostensteigerungen bei Kakao, Fetten und
Haselnüssen sowie kollektivvertraglich bedingte Erhöhung der
Personalkosten belasten
Der Wiener Süßwarenhersteller Manner hat im ersten
Halbjahr weniger verkauft, aber durch Preiserhöhungen mehr Umsatz
erzielt. Die abgesetzte Menge sank gegenüber dem Vorjahreshalbjahr
um rund 5,1 Prozent auf 25.948 Tonnen, die Umsatzerlöse stiegen
hingegen um 5,7 Prozent auf 139,3 Mio. Euro. Unter dem Strich
erhöhte sich der Gewinn leicht von 1,6 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro,
teilte der börsennotierte Waffelspezialist am Freitag mit.Kostensteigerungen bei Kakao, Fetten und Haselnüssen sowie
kollektivvertraglich bedingte Erhöhungen der Personalkosten aus dem
Herbst 2024 hätten das Unternehmen "vor spürbare Belastungen
gestellt", schreibt der Manner-Vorstand im aktuellen
Halbjahresfinanzbericht. Es sei "notwendig, die Kostenstruktur
laufend zu evaluieren - auch Preisanpassungen sind notwendig, um die
gewohnt hohe Qualität unserer Produkte weiterhin sicherstellen zu
können", erklärte das Manner-Management.
Exportquote von mehr als 60 Prozent
Manner-Süßwaren sind auch im Ausland stark gefragt. Die
Exportquote lag im ersten Halbjahr bei rund 60 Prozent. An der Börse
wird der Wiener Süßwarenhersteller mit rund 200 Mio. Euro bewertet.
Der Großteil der Manner-Aktien ist in Familienbesitz.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen "einen
geringen Umsatzanstieg" und "ein geringeres Betriebsergebnis" als
2024. Dies werde aber nur "möglich sein, wenn sich die
makro-wirtschaftlichen und politischen Unruhen in der Welt nicht
weiter verschärfen und wenn sich das derzeitige wirtschaftliche
Umfeld nicht wesentlich verschlechtert". Ein größeres Thema für
Manner ist auch die Rohstoffverfügbarkeit. Eine
bereichsübergreifende Taskforce soll den Süßwarenhersteller auf
potenzielle Rohstoffengpässe "bestmöglich" vorbereiten.
cri/tpo
ISIN AT0000728209
WEB http://www.manner.at
ISIN AT0000BAWAG2
WEB http://www.bawagpsk.com