Vorarlberger Versorger illwerke vkw investiert 9 Mrd. Euro bis 2040
Landeshauptmann Wallner sprach vom "größten Investitionspaket,
das Vorarlberg je gesehen hat"
Der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw AG
will bis 2040 9 Mrd. Euro in die Versorgungssicherheit sowie den
Ausbau von erneuerbaren Energieträgern und des Glasfasernetzes in
Vorarlberg investieren. Das hat Vorstandsvorsitzender Christof
Germann am Dienstag im Rahmen eines Medienevents angekündigt.
Eigentümervertreter Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sprach vom
"größten Investitionspaket, das Vorarlberg je gesehen hat".Von den 9 Mrd. Euro werden etwa 7 Mrd. in Wasserkraftwerke sowie
die Erweiterung und Modernisierung des Stromnetzes fließen, 1,3 Mrd.
Euro sind für das Windkraft- und Photovoltaik-Portfolio angesetzt,
340 Mio. Euro für die Breitbandoffensive. Gestemmt werden die
Investitionen aus Eigenmitteln. Das zu 100 Prozent in Landeseigentum
stehende Unternehmen verfüge über eine Eigenkapitalquote von 70
Prozent, betonte Germann. Insbesondere mit dem Verkauf von
Regelenergie nach Deutschland werden hohe Erlöse erzielt, 2022
betrug der Gewinn nach Steuern 183 Mio. Euro. Ein Viertel der 9 Mrd.
Euro blieben in Form von Aufträgen in Vorarlberg, die Hälfte in
Österreich. Der Rest gehe in die Europäische Union, so der
Vorstandschef.
Die Vorhaben der nächsten Jahre brächten einen großen
Personalbedarf mit sich, Germann rechnete in den nächsten Jahren mit
jeweils 100 neuen Jobs im Unternehmen - aktuell sind bereits über
1.600 Mitarbeitende beschäftigt. "Das wird die größte
Herausforderung sein: junge, engagierte Menschen zu finden, die an
den Projekten mitarbeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende. Das wohl
bedeutendste dieser Projekte ist der Bau des Lünerseewerks II in der
Talschaft Montafon. Mit einer Leistung von 1.000 Megawatt soll es
das größte Wasserkraftwerk Österreichs werden, die Inbetriebnahme
ist für 2037/38 geplant. Kostenschätzungen belaufen sich auf rund 2
Milliarden Euro. Gerade im Zusammenhang mit dem Lünerseewerk betonte
Wallner, sich für kürzere Verfahrensdauern einsetzen zu wollen, auch
auf EU-Ebene. Vorarlberg leiste mit diesem Kraftwerk selbst in
europäischer Dimension einen großen Beitrag zur Energiewende,
unterstrich der Landeshauptmann. Ein vierjähriges
Bewilligungsverfahren werde dabei dem Anspruch der Energiewende
nicht gerecht.
Wallner sprach angesichts der 9 Mrd. Euro - die Summe macht in
etwa das Volumen von 3,5 Vorarlberger Landesbudgets aus - von einer
Investition in die Zukunft. Regionen mit stabiler und sicherer
Energieversorgung würden künftig "vorne mit dabei sein", sagte er.
Dabei müsse auch der Preis für Haushaltskunden und Unternehmen
stimmen, was in Vorarlberg der Fall sei. Man erhebe weiter den
Anspruch, dauerhaft zu den günstigsten Landesenergieversorgern in
Österreich zu gehören, betonte Germann. Er verwies auch auf den
Pioniergeist und die Visionskraft der vor 100 Jahren gegründeten
Illwerke. Für das 1930 in Betrieb genommene Vermuntwerk sei damals
das Zehnfache des Landesbudgets aufgewendet worden.
Zu den Investitionen in das Glasfasernetz merkte Wallner an, dass
der Beitrag des Bundes "viel zu gering" sei. Mit den 340 Millionen
Euro will illwerke vkw in den nächsten zehn Jahren 60.000 Haushalte
anschließen, das entspräche jedem dritten Haushalt im Land. Mit
dieser Versiebenfachung des Budgets für Glasfaserausbau halte man
auch Arbeitsplätze in den Talschaften, so Wallner.
jh/cri
ISIN AT0000824503
WEB http://www.illwerke.at
http://www.vkw.at
ISIN NL0011375019
WEB http://www.steinhoffinternational.com/
http://www.kika.at
http://www.leiner.at