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Constantia-ISO AG spaltet Streubesitz ab
Abfindung in Höhe von 8,42 Euro je Aktie für Streubesitz-Aktionäre
Am 10. November 2003 gab die Constantia-Iso AG ihre Absicht bekannt, ein Aktien-Rückkaufprogramm durchzuführen und in weiterer Folge die Voraussetzungen für die Beendigung der Börsenotierung zu schaffen. In seiner Sitzung am 12. Mai 2004 hat der Aufsichtsrat der Constantia-Iso AG nun den Vorstand des Unternehmens ermächtigt, der am 22. Juni stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung die Abfindung der verbliebenen Streubesitz-Aktionäre im Wege einer Spaltung der Gesellschaft vorzuschlagen.
Nach Durchführung des öffentlichen Aktien-Rückkaufangebots der Constantia-Iso AG (17.12.2003 bis 28.01.2004) befinden sich weniger als 10% der Aktien im Streubesitz. Damit ist die rechtliche Voraussetzung für die Spaltung erfüllt. Folgt die Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstandes, so werden diese Streubesitz-Aktien in eine eigene Kapitalgesellschaft mit dem Namen Demeter Vermögensverwaltung AG abgespaltet (nicht verhältniswahrende Spaltung gemäß Spaltungsgesetz). Der Spaltungsplan, der der Hauptversammlung am 22. Juni 2004 vorgelegt wird, sieht vor, den Streubesitz-Aktionären für jede Alt-Aktie der Constantia-Iso AG eine Aktie an dieser neu gegründeten Gesellschaft zuzuteilen. Die Streubesitz-Aktionäre sind danach nicht mehr Aktionäre der Constantia-Iso AG. Stichtag für die Spaltung ist der 31. Dezember 2003. Die Aktie der Constantia-Iso AG wird im Herbst 2004 vom Kurszettel der Wiener Börse gestrichen.
Abfindung liegt um rund 10% über dem Unternehmenswert je Aktie
Als Abfindung sollen die Streubesitz-Aktionäre einen Gesamt-Betrag von 8,42 Euro je Aktie erhalten. Sämtliche Transaktionsgebühren und Spesen übernimmt die Constantia-Iso AG.
Seit Jahresbeginn 1999 bis zur Bekanntgabe des Rückkaufangebotes am 10. November 2003 bewegte sich der Kurs in einer Bandbreite zwischen 5,00 Euro und 8,42 Euro. Die Höhe der Abfindung entspricht dem historische Höchstkurs der Aktie vom 22. Mai 2003 und ist ident mit dem öffentlichen Rückkauf-Angebot vom 17.12.2003 bis 28.01.2004. Der Betrag von 8,42 Euro je Aktie liegt um rund 10% über dem von einem unabhängigen Gutachter festgestellten Unternehmenswert je Aktie. Das Bewertungsgutachten wurde von Univ.-Prof. Dr. Anton Egger, Vorsitzender des Fachsenates für Betriebswirtschaft bei der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, erstellt.
Die Constantia-Iso AG umfasst die Geschäftsbereiche Technische Kunststoffe (Isovolta,
Isosport) sowie Holzwerkstoffe (Funder, Isomax, Letron, Falco). Diese starke Diversifizierung der Unternehmensgruppe machte die Aktie für institutionelle Anleger wenig attraktiv. Die Aktie litt in Folge des geringen Streubesitzes unter mangelnder Liquidität. Dr. Guido Schmidt-Chiari, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Constantia-Iso AG: "Der Verbleib an der Börse erschien in strategischer Hinsicht nicht mehr sinnvoll. Daher hat sich der Mehrheitseigentümer entschlossen, den Streubesitz-Aktionären ein faires Angebot zu unterbreiten und die Constantia-Iso AG als Privatunternehmen weiterzuführen."
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