Autobank-Masseverwalter will alle Schulden begleichen
Bis Ende 2023 - Einlagensicherung wird zuerst bedient
Der Insolvenzverwalter der Autobank AG, Norbert
Abel, hat gute Nachrichten für die Gläubiger des
Kfz-Leasingfinanzierers. "Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse gehen
wir davon aus, dass die Gläubiger gemäß Anmeldeverzeichnis, sofern
nicht außergewöhnliche Umstände eintreten, mit einer 100%
Befriedigung ihrer Forderungen rechnen können", erklärte Abel am
Montag in einer Presseaussendung zur zweiten Tagsatzung am
Handelsgericht. Bis Ende 2023 soll die Pleite abgewickelt seinAbels Einschätzung wird der Aussendung zufolge auch vom Vorstand
der Autobank AG geteilt, der den im Rahmen der Tagsatzung
genehmigten Fortbetrieb von zwei Jahren begrüßte. "Dieser Entschluss
steht im Einklang mit den seit Anfang 2021 angestellten
Planungsrechnungen, welche immer die Befriedigung der Gläubiger zu
100% vorgesehen haben", so Finanzvorstand Markus Beuchert. Zudem sei
der Fortbetrieb neben den Gläubigern auch für die Mitarbeiter
positiv, die zum überwiegenden Teil weiter beschäftigt werden. Das
Portfolio werde bis September 2023 plangemäß ausgestioniert, es soll
also abgebaut werden.
Die Reihenfolge, in der die Gläubiger bedient werden sollen, ist
gesetzlich vorgegeben. Zuerst wird die Einlagensicherung Austria
(ESA) als vorrangige Gläubigerin bedient, daran anschließend die
übrigen Gläubiger. Nach derzeitigem Planungsstand soll die
Einlagensicherung im Herbst 2023 zur Gänze befriedigt sein wird, was
wäre den Angaben zufolge erstmals bei einem Einlagensicherungsfall
in Österreich das Fall wäre. Bis Ende 2023 sollen dann die
restlichen Gläubiger ebenso vollständig befriedigt sein, hieß es.
pro
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