Josef Manner - Manner mit 4 Mio. Euro Verlust im Halbjahr - Höhere Kosten belasten

JOSEF MANNER

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Manner mit 4 Mio. Euro Verlust im Halbjahr - Höhere Kosten belasten


Halbjahresverlust wegen Einmaleffekten sowie höheren Rohstoff- und Transportkosten - Im Gesamtjahr positives Ergebnis erwartet - Haselnuss-Anbauprojekt in Aserbaidschan schreitet voran



Der Wiener Süßwarenhersteller Manner hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 4 Mio. Euro verzeichnet. Einmaleffekte, Kostensteigerungen und ein negativer Länder/Kunden-Mix hätten heuer das Ergebnis belastet, teilte Manner am Dienstag mit. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,9 Prozent auf 106,9 Mio. Euro. Davon entfielen 70,2 Mio. Euro auf den Export, 36,4 Mio. Euro auf das Österreich-Geschäft und 374.000 Euro auf sonstige Umsatzerlöse.
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Gestiegene Rohstoffpreise - unter anderem für Fett, Mehl und Zucker - und höhere Energiekosten sorgten im ersten Halbjahr bei Manner für höhere Ausgaben. Außerdem ließen höhere Werbekosten, Abschlagszahlungen im Zusammenhang mit Schadensfällen und gesteigerte Transportkosten durch einen höheren Exportanteil die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen. Die Exportquote erhöhte sich von 64 Prozent im Vorjahr auf 65,9 Prozent per Juni 2021. Man erwarte "nach derzeitigem Informationsstand auch das Wirtschaftsjahr 2021 eindeutig positiv abschließen zu können", so Manner-Aufsichtsratschef Ernst Burger im Halbjahresbericht. Im Vorjahres-Halbjahr lag der Verlust bei 2 Mio. Euro, im Gesamtjahr 2020 wurde dann ein Gewinn von 1,9 Mio. Euro verzeichnet.

Ob und wann die Preise für Mannerschnitten und Co. wegen der gestiegenen Kosten erhöht werden könnten, wollte Manner-Chef Andreas Kutil nicht kommentieren. "Preiserhöhungen besprechen wir mit dem Handel", sagte der Firmenchef zur APA. Kutil ist seit März neuer Chef des traditionsreichen Süßwarenherstellers mit Sitz in Wien-Hernals. Zu Manner gehören auch die Marken Casali, Ildefonso, Napoli, Dragee Keksi und Victor Schmidt Mozartkugeln.

Die Coronapandemie belastet weiterhin teilweise das Geschäft von Manner. Der Umsatz der Manner-Shops liege aufgrund fehlender Touristen nach wie vor hinter den Erlöszahlen vor der Coronakrise, aber auch unter Vorjahr, sagte Kutil. Konkrete Umsatzzahlen zu den firmeneigenen Shops nannte er nicht. Derzeit wird Sortiment von Manner auf Fairtrade-Kakao umgestellt. Bis Jahresende werden alle Produkte der Marke Manner das Gütesiegel führen. Dies werde "sehr positiv" vom Handel und den Konsumenten aufgenommen, sagte der Firmenchef.

Um sich bei der Haselnuss-Rohstoffversorgung unabhängiger von Lieferanten zu machen, hat Manner im Jahr 2019 Anbauflächen in Aserbaidschan gekauft. Die erste Haselnussernte erwartet Kutil im Jahr 2024. Bei einer guten Ernte könne man ein Viertel bis ein Drittel des Männer-Haselnussbedarfs decken. Insgesamt hat der Süßwarenhersteller bisher rund 12 Mio. Euro in das Anbauprojekt investiert.

Der Personalstand inklusive Niederlassung in Deutschland hat sich bei Manner per Ende Juni mit 828 Mitarbeitern, davon 416 Arbeiter und 412 Angestellte, im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 Prozent erhöht. Die Besetzung von offenen Stellen sei "aktuell als mehr als herausfordernd und nur schwer und teilweise gar nicht möglich", so der Firmenchef. Manner will deswegen die Ausbildung eigener Lehrlinge in nächster Zeit noch intensivieren.

cri/kan

ISIN AT0000728209 WEB http://www.manner.at

 ISIN  AT0000609607
 WEB   http://www.porr-group.com



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