BTV-Aktionäre beschlossen Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien
Institut rechnete mit Anfechtung durch UniCredit
Die Vorzugsaktionäre der zur 3-Banken-Gruppe
gehörende Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV) haben am Mittwoch
mit großer Mehrheit die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien
beschlossen. Damit habe die BTV sichergestellt, dass den
"regulatorischen Vorgaben im Hinblick auf die Eigenmittelrechnung
auch weiterhin vollkommen entsprochen ist", teilte das Institut mit.
Die UniCredit Bank Austria stimmte indes der Beschlussfassung nicht
zu.Diese habe Widerspruch zu Protokoll gegeben. Es sei zu erwarten,
dass die UniCredit auch gegen diese Beschlüsse gerichtlich vorgehen
wird, hieß es seitens der BTV in einer Aussendung, auch Bezug
nehmend auf anderweitige juristische Konflikte. Die UniCredit habe
sich "aus sachfremden Motiven" gegen diese für alle Aktionäre
wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme ausgesprochen, kritisierte die
BTV-Spitze und sprach von "Diskussionen" in der Hauptversammlung im
Hinblick auf das Stimmverhalten der UniCredit. Sie habe aber kein
Recht, die Umwandlung durch ihre Gegenstimmen zu blockieren. "Wir
nehmen zur Kenntnis, dass UniCredit offenbar wie bisher
unberechtigte Eigeninteressen über das Interesse der BTV stellt, was
mich allerdings nicht davon abbringt, weiterhin auf die Erarbeitung
einer gütlichen Lösung des Konflikts hinzuarbeiten", so
BTV-Vorstandsvorsitzender Gerhard Burtscher.
Die Umwandlung sei zu für die Aktionäre attraktiven Konditionen
über die Bühne gegangen, da ein Umtausch 1:1 in Stammaktien
erfolgte, wurde betont. Die Höhe des Grundkapitals der BTV bleibe
unverändert. Eine Zuzahlung sei durch die Vorzugsaktionäre nicht zu
leisten, hieß es.
(Schluss) ede/cri
ISIN AT0000625504 IT0004781412
WEB http://www.btv.at
https://www.unicreditgroup.eu