BKS erwirtschaftete 2020 Jahresüberschuss von 74,8 Mio. Euro
Nach Rekordjahr 2019 Ergebnis auf Niveau von 2018 -
Bilanzsumme wuchs auf 9,9 Mrd. Euro
Die BKS mit Sitz in Klagenfurt hat 2020 einen
Überschuss nach Steuern von 74,8 Mio. Euro erwirtschaftet. Wie
Vorstandschefin Herta Stockbauer in einer online übertragenen
Pressekonferenz am Mittwoch sagte, befinde sich die Bank damit auf
dem Niveau von 2018. 2019 war ein Rekordjahr mit 92,9 Mio. Euro
Überschuss. Die Bilanzsumme wuchs um 11 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro,
das Kreditwachstum sei mit einem Plus von 4,4 Prozent auf ein
Volumen von 6,7 Mrd. Euro sehr gut ausgefallen.160 Mio. Euro davon entfielen auf Überbrückungsfinanzierungen in
der Coronakrise. 2,1 Mrd. Euro machte beim Kreditvolumen insgesamt
das Neugeschäft aus. Besonders im 2. Halbjahr sei viel investiert
worden. Die Primäreinlagen wuchsen auf 7,4 Mrd. Euro. Der
Zinsüberschuss lag bei 136 Mio. Euro, die Risikovorsorgen bei 25
Mio. Euro. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft stieg um 17,5
Prozent auf 18,6 Mio. Euro. Das gesunkene Jahresergebnis ist laut
Stockbauer auf ein gesunkenes Ergebnis aus dem at Equity-Geschäft
zurückzuführen, auf einen 1,4 Mio. Euro-Sonderbeitrag für die
Einlagensicherung infolge der Commerzialbank Mattersburg-Pleite
sowie hohe Risikovorsorgen. Die Kernkapitalquote lag 2020 bei 12,8,
die Gesamtkapitalquote bei 16,2 Prozent.
Ausfälle gab es 2020 mit 1,7 Prozent Non Performing Loans
ausgesprochen wenige. Die Bankführung geht davon aus, dass die
Ausfälle 2021 deutlich ansteigen werden. Covid-Stundungen -
tatsächlich gab es mehr als 4.000 davon - haben nach sehr vielen
Anfragen ab dem ersten Lockdown im 2. Halbjahr wieder abgenommen, im
Jänner wurden es nun wieder etwas mehr. Insgesamt betraf dies fünf
Prozent der Kunden bzw. ein Kreditvolumen von 70 Mio. Euro. Im Zuge
der Coronakrise wurden verstärkt Wohnbaukredite nachgefragt,
Konsumkredite hingegen weniger.
Neben Österreich ist die BKS auch in Slowenien, Kroatien und in
der Slowakei aktiv. In Slowenien verbesserte sich der
Jahresüberschuss um 1,5 Mio. Euro auf 6,7 Mio. Euro. In Kroatien
wurde eine neue Filiale in Zagreb eröffnet. In dem Land, das stark
vom Tourismus abhängig ist, war die wirtschaftliche Entwicklung
schwierig, die Risikovorsorgen wurden deutlich erhöht, am Ende gab
es für die BKS dort ein Null-Ergebnis. In der Slowakei wurde der
Break-even nachhaltig erreicht, wie Vorstand Alexander Novak
betonte, das Jahresergebnis nach Steuern im Bankgeschäft lag bei 0,7
Mio. Euro.
2020 blieb der Personalstand auf Vorjahresniveau, das Filialnetz
wuchs um die eine Filiale in Zagreb auf 64 Geschäftsstellen. 2021
will die BKS einerseits weiter einen Fokus auf Green Banking legen,
andererseits stehen weitere Kostenoptimierungsprogramme und
Digitalisierungsprozesse am Plan. So werden etwa die Schalter in den
Filialen auf Service Desk umgestellt, aufwendige Kasseninfrastruktur
und Logistik zu Filialen wird reduziert.
(Berichte unter http://go.apa.at/JIGJ6LJs)
(Schluss) ton/pel/bel
ISIN AT0000624705
WEB http://www.bks.at