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Bevorstehender Squeeze-Out verärgert Constantia Iso - Aktionäre
Die Constantia Iso kauft im Interesse des Hauptaktionärs, der Turnauer Industriestiftung, 10% der Aktien zu 8,42€ zurück, um in weiterer Folge den Squeeze-Out zu bewirken. Die Vorgangsweise, die Gesellschaft einseitig für die Interessen des fast 90% Aktionärs einzusetzen, sind bedenklich und daher abzulehnen. Verschärft wird dies durch den Umstand, dass die Eigenkapitalausstattung (Konzern zum 31.12.2002) mit unter 38% nicht übermäßig ist.
Der Preis von 8,42€ liegt ein Drittel (!) unter dem Buchwert von 12,46€ und eine Unternehmensbewertung nach der Discoiuted Cash Flow Methode ergibt ebenfalls einen höheren Preis. Diese Vorgangsweise "kann sich auf die angestrebte Belebung des österreichischen Kapitalmarktes negativ auswirken" (Zitat aus der Veröffentlichung in der "Wiener Zeitung" 16.12.2003) - so ist es auch.
Dem Aufsichtsrat gehören prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige Creditanstalt-Chef Dr. Schmidt-Chiari, der aussichtsreiche Kandidat für die Präsidentschaft der Industriellen-Vereinigung Dr. Sorger und der engagierte Wirtschaftjournalist und "Gewinn"-Messe-Veranstalter Dr. Wailand an.
Der IVA empfiehlt daher allen Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen.
Der angekündigte Squeeze-Out wird, nach einer Steigerung des Ergebnisses um 43,9% gegenüber den ersten neun Monaten des Jahres 2002, mit hoher Wahrscheinlichkeit einen höheren Abfindungspreis (Ziel: knapp zweistellig) ergeben. Der IVA wird eine gerichtliche Überprüfung des Abfindungspreises anstreben und das voraussichtlich zur Anwendung kommende Spaltungsrecht beim Verfassungsgerichtshof überprüfen lassen, weil die Schwelle zur Überprüfung prohibitiv hoch bei rund 70.000 Aktien, entspricht einem Investment von fast 600.000€ liegt.
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