Oö. Zulieferer Miba 2019/20 mit leichtem Umsatzrückgang
Minus von 0,8 Prozent auf 977 Millionen Euro - Für die Zukunft
sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, Rekordwert von
2018/19 werde man aber noch länger nicht erreichen
Der oö. Industriezulieferer Miba verzeichnete
im Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz von 977 Mio. Euro und damit
einen leichten Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem vorjährigen
Rekordwert von 985 Mio. Euro. Das Unternehmen sieht sich für die
Corona-Krise gut gerüstet, den Umsatz von 2018/19 werde man aber
noch längere Zeit nicht erreichen, hieß es am Freitag auf
APA-Anfrage.Es habe sich das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamt und
dazu kämen die Rückgänge im Automobilgeschäft. Miba erwirtschaftete
53 Prozent des Umsatzes im Industriegütergeschäft und 47 Prozent im
Automobilsektor. Die Rückgänge wurden neben dem Bereich Automobil
auch bei den Baumaschinen- und Landmaschinen sowie in der
Leistungselektronik verzeichnet. Weitere Ergebniszahlen publiziert
das Unternehmen mit Sitz in Laakirchen (Bezirk Gmunden) seit seinem
Rückzug von der Börse Ende 2015 nicht mehr.
Die Gruppe hat weltweit 30 Produktionsstandorte. Nach Regionen
verteilt machte der Industriezulieferer 62 Prozent seines Geschäfts
in Europa, 22 Prozent in Nord- und Südamerika sowie 16 Prozent in
Asien. Die Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich
geblieben, es gab in allen Märkten Rückgänge. Die Mitarbeiteranzahl
ist von 7.377 Beschäftigte im Vorjahr auf rund 7.700 gestiegen.
Die Corona-Krise zeige sich im abgelaufenen Geschäftsjahr noch
nicht. Miba sei aber aufgrund der finanziellen Unabhängigkeit "für
die großen Herausforderungen, die in den nächsten Monaten auf uns
zukommen" gut gerüstet, so CEO F. Peter Mitterbauer. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr betrug die Eigenkapitalquote 49 Prozent - 2018/19
waren es 51,1 Prozent.
Für Mitarbeiter, die durch die Corona-Maßnahmen
Einkommensverluste haben und dadurch in existenzbedrohende Notlagen
kommen, wurde ein Hilfsfonds mit 500.000 Euro eingerichtet. Die
Gelder müssen nicht zurückbezahlt werden.
In Österreich sind alle rund 2.700 Mitarbeiter noch bis Ende Juni
in Kurzarbeit. Wie es danach weiter geht, wisse man noch nicht. In
China laufe das Geschäft wieder an, bei den restlichen Märkten sei
die Entwicklung ähnlich wie in Europa - man reduziere dort mit
Werksferien und Urlaubsabbau die Arbeitszeiten. Das Schlimmste sei
aber überstanden, es gehe wieder aufwärts.
"Wir gehen davon aus, dass unsere Umsätze nach dem Ende der
weltweiten Lockdowns in den kommenden Wochen wieder Schritt für
Schritt steigen. Generell werden die Märkte aber das Niveau von vor
der Corona-Krise noch für längere Zeit nicht erreichen", sagte
Mitterbauer.
(Schluss) sab/ivn
ISIN AT0000734835
WEB http://www.miba.com