Kapital&Wert - Wiener Privatbank erzielte 2019 mehr Gewinn

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Wiener Privatbank erzielte 2019 mehr Gewinn


Dank mehr Neukreditgeschäft - Prognosen für 2020 unsicher - Negatives Ergebnis im Halbjahr möglich



Die Wiener Privatbank hat im Geschäftsjahr 2019 dank mehr neu vergebenen Krediten mehr Gewinn erzielt. Das Periodenergebnis stieg von rund 600.000 Euro im Vorjahr auf rund 2,7 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,08 auf 0,51 Euro je Titel, wie die Bank am Dienstag mitteilte.
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Hoch 10,80 Tief 10,80 Vortag 10,70

Das Kundenkreditvolumen - also die Forderungen an Kunden - sei im Vorjahr um rund ein Viertel auf 89 Mio. Euro gestiegen. Vor allem das Neugeschäft habe sich gut entwickelt, schreibt die Bank. Das Volumen der verwalteten Assets (unter Berücksichtigung des Fonds- und Depotgeschäfts) habe zudem um 16,0 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zugelegt.

Das Kreditwachstum habe gleichzeitig zu einem leichten Rückgang bei der Eigenmittelquote geführt. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 17,97 Prozent (2018: 19,71 Prozent). Faule Kredite gebe es in der Bank keine, die NLP-Quote liege "trotz Zunahme im Kreditportfolio bei 0 Prozent.

Die Cost/Income-Ratio - das Verhältnis der Kosten zu den Einnahmen - verbesserte sich von 92,02 Prozent im Jahr 2018 auf 90,09 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter blieb 2019 nahezu unverändert bei 97 (2018: 98). Eine Dividendenausschüttung ist für 2019 nicht geplant.

Das Jahr 2019 sei ein Jahr der strategischen Neuausrichtung gewesen, so die Bank. So habe man das Management mit dem Hauptaktionär Günter Kerbler und dem Einstieg der Acra Group neu aufgestellt und die Bank fokussiere sich nun stärker auf ihre Kerngeschäftsfelder Immobilien und Kapitalmarkt.

Auf diese Kernkompetenzen wolle man sich auch heuer konzentrieren, auch wenn die Folgen der Coronakrise auf Wirtschaft und Finanzmärkte und somit auch auf die Bank selbst derzeit "mit Unsicherheit behaftet seien, hieß es vonseiten der Bank.

Der Vorstand schließe jedoch nicht aus, dass es im Laufe des Jahres 2020 zu einem Ergebnisrückgang kommt. Als Grund nannte die Bank ein zu erwartendes steigendes Kreditrisiko. Bereits vor zwei Wochen hatte das Institut zudem bekannt gegeben, dass auch ein schwächeres Veranlagungsergebnis auf den Halbjahreszahlen lasten könnte. Für das Gesamtjahr gehe die Wiener Privatbank aber von einem positiven Jahresergebnis aus, hieß es damals ebenfalls.

Im Immobiliensektor verbuche die Bank derzeit wegen der Ausgangsbeschränkungen weniger Verkäufe. Es könnte jedoch zu Nachholeffekten kommen, wenn die Krise wieder abklingt, so die Bank.

(Schluss) bel/tsk

 ISIN  AT0000741301
 WEB   http://www.wienerprivatbank.com



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